Lexikon – Materialien und Substrate

In diesem Lexikon erklären wir Fachbegriffe aus der Papierherstellung, Papiersorten und ihre Einsatzzwecke.

Acetatfolie

Definition:
Acetatfolie ist eine Kunststofffolie in matt und glänzend.

Alterungsbeständigkeit

Definition:
Nach der DIN-ISO 9606 gelten Papiere als alterungsbeständig, wenn sie ausschließlich aus Zellstoff hergestellt sowie säure- und holzfrei sind, zu mindestens 2 Prozent alkalische Puffersubstanzen zur Neutralisation von Säuren enthalten und einen pH-Wert von 6,5 bis 9,5 besitzen.

Altpapier

Definition:
Altpapier ist der Menge nach der wichtigste Rohstoff der Papierherstellung. Sein Anteil am gesamten Faserstoffeinsatz der Papierindustrie lag 1995 bei über 60 % . (Zum Vergleich: Der Zellstoff-Anteil betrug 26,5 %.) Die Vorstellung von einem lückenlosen Kreislauf, bei dem das Altpapier der einzige Rohstoff der Papier- und Pappeherstellung wäre, ist bedauerlicherweise eine Illusion. Da sich bei jedem Einsatz die Qualität der Fasern verschlechtert, muß ständig ein Mindestmaß an frischem Material zugefügt werden.

Archivpapier

Definition:
Archivpapier ist auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und für Aufzeichnungen mit langer Lebensdauer verwendet wird.

Ausstattungspapier

Definition:
Ausstattungspapiere sind weiße und farbige Papiere, vielfach geprägt oder mit Wasserzeichen, für anspruchsvolle Briefbogen. Ein Ausstattungspapier ermöglicht, das gesamte Geschäftspapier einer Firma (Briefbogen, Prospekte, Visitenkarten, Hüllen) einheitlich herzustellen.

Bahnbreite

Definition:
Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gelaufen ist. Sie verläuft quer zur Laufrichtung.

Bankpostpapier

Definition:
Bankpostpapier ist ein griffiges und klanghart gearbeitetes Papier für Briefpapiere. Es ist aus hochwertigem Zellstoff und häufig mit Hadernanteil. Es zeichnet sich durch besonders gleichmäßige Durchsicht aus.

Barytpapier

Definition:
Barytpapier Geleimtes und mit einem Strich aus Bariumsulfat gestrichenes Papier. Es hat eine völlig glatte und sehr geschlossene Oberfläche.

Bedruckstoff

Definition:
Bedruckstoff ist jedes Material, wie z.B. Papier, aber auch Karton und Pappe sowie alles Material, das den Weg durch die Druckmaschine nehmen kann.

Belegleserpapier

Definition:
Belegleserpapier ist ein unter hohen Qualitätsnormen hergestelltes Papier für die maschinelle Datenverarbeitung. Es werden dafür nur holzfreie Papiere verwendet.

Beschichtete Papiere und Pappen

Definition:
Beschichtete Papiere und Pappen werden dort eingesetzt, wo die natürlichen Eigenschaften des Papiers für den bestimmten Verwendungszweck nicht ausreichen. Zur Beschichtung wird heute bevorzugt Kunststoff verwendet (früher waren es Wachs, Paraffin oder Bitumen). Beschichtete Papiere und Pappen sind besonders als Verpackungsmaterialien für Flüssigkeiten geeignet (Tetra-Pack)

Bibeldruckpapier

Definition:
Bibeldruckpapier ist ein festes, dünnes, opakes, Papier zur Herstellung umfangreicher, aber dünner Bücher. Hohe Alterungsbeständigkeit.

Bilderdruckpapier

Definition:
Bilderdruckpapier ist der Oberbegriff für eine Vielzahl gestrichener Papiere unterschiedlicher Qualität die im Offsetdruck mehrfarbig bedruckt werden können. Die Bildwiedergabe dieser Papiere ist ausgezeichnet, weshalb sie auch diese Bezeichnung tragen.

Bildpostkartenkarton

Definition:
Bildpostkartenkarton ist die Bezeichnung für ein- oder beidseitig matt- oder auch glänzend gestrichenen Karton von 180 – 240 g/qm. Auch sogenannte gußgestrichene Kartons werden für den Druck von Bildpostkarten eingesetzt.

Bleichen

Definition:
Unter Bleichen ist die Erhöhung der Weiße des Zellstoffes zu verstehen. Das Bleichen erfolgt in der Regel ohne Chlor oder Chlorverbindungen.

Breitbahn

Definition:
Ein Papierbogen, dessen lange Seite aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde bezeichnet man als Breitbahn. Die Laufrichtung des Bogens liegt also parallel zur schmalen Seite.

Bristolkarton

Definition:
Bristolkarton besteht aus mindestens drei Lagen. Er ist besonders stabil.

Bütte

Definition:
Die Bütte ist ein rundes Holzgefäß, aus dem verdünnter Faserbrei, der sogenannte Ganzstoff zur Herstellung von Büttenpapier mit Hilfe eines Siebes geschöpft wird.

Büttenpapier

Definition:
Büttenpapier ist ursprünglich aus der Bütte handgeschöpftes Papier mit ungleichmäßigem und verlaufendem Papierrand. Es gibt auch unechte Büttenpapiere (z.B. mit gestanztem Rand)

Büttenrand

Definition:
Mit Büttenrand bezeichnet man den unregelmäßig ausgefaserten Papierrand, der beim Handschöpfen von Büttenpapier oder bei der Produktion in Rundsieb-Papiermaschinen an den Rändern des Schöpfrahmens entsteht. Büttenränder werden heute auch teilweise imitiert. Zur Abgrenzung dazu dient die Bezeichnung „Echter Büttenrand“, deren Bedeutung in einer Norm festgelegt ist.

Calciumkarbonat

Definition:
Calciumkarbonat ist die Bezeichnung für Kreide oder Kalk. Wird für die Herstellung von Papier als Füllstoff oder für Streichfarbe als Pigment benötigt

CB-Papier

Definition:
Abkürzung für Coated Back. Auf der Rückseite mit einer Beschichtung versehenes Papier für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Formularen.

Cellulose

Definition:
Siehe Zellulose

CF-Papier

Definition:
Abkürzung für Coated Front. Auf der Oberseite mit einer Beschichtung versehenes Papier für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Formularen.

CFB-Papier

Definition:
Abkürzung für Coated Front Back. Beidseitig gestrichenes Papier für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Formularen.

Chlorbleiche

Definition:
Die Chlorbleiche ist ein Zellstoffbleiche mit Hilfe von Elementarchlor oder Chlorverbindungen. Der Nachteil des Verfahrens ist, dass die Abwässer aus der Chlorbleiche leider nur unzureichend gereinigt werden können und daher die Gewässer belasten.

Chlorfreie Papiere

Definition:
Chlorfreies Papier ist die Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Solche Papiere werden mit der Abkürzung TCF = totally chlorine free gekennzeichnet.

Chromoersatzkarton

Definition:
Chromoersatzkarton ist ein mehrschichtiger Faltschachtelkarton, der ein- oder beidseitig holzfrei gedeckt und einseitig glatt ist. Zwischen zwei Decklagen, von denen mindestens eine aus weißem Zellstoff besteht, befinden sich Zwischenlagen und Einlagen auf Holzstoff.

Chromoluxkarton

Definition:
Markenname für einen weißen, hochglänzend gussgestrichenen Karton.

Chromopapier

Definition:
Chromopapier ist einseitig gestrichen ist. Der wasserfeste Strich entspricht dem von Kunstdruckpapier, die Streichmasse ist aber wegen anderer Anforderungen an das Produkt anders zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten und Bezugpapiere eingesetzt.

De-Inking

Definition:
De-Inking ist das Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier.

Decklage

Definition:
Decklage ist die Oberfläche eines Kartons, die nach der Verarbeitung sichtbar ist.

Dicke

Definition:
Dicke ist der Ausdruck für das Maß zwischen sich gegenüberliegenden Oberflächen.

Dimensionsstabilität

Definition:
Dimensionsstabilität ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung eines Papiers für den Mehrfarbendruck im Offsetverfahren. Bei Veränderung der rel. Luftfeuchtigkeit und durch Feuchtigkeitseinwirkung beim Offsetdruck kann es zu einer Veränderung der Dimension des Bogens kommen. Es entstehen dann Passerdifferenzen.

Dokumentenpapier

Definition:
Dokumentenpapiere sind wertvolle Papiere die den Vorschriften von DIN 6136 entsprechen. Sie haben ein echtes Wasserzeichen.

Dünndruckpapier

Definition:
Extrem dünnes Papier. Wird für seitenstarke Werke wie Telefonbücher usw. eingesetzt. Es ist in der Regel aus Hadern (Baumwolle) und gebleichtem Zellstoff.

Dünnpost

Definition:
Dünnpost ist weißes oder farbiges Papier mit einem Flächengewicht von 25 bis 40 g/qm. Sie werden auch Dünndruckpapiere bezeichnet.

Duplexkarton

Definition:
Duplexkarton ist ein aus zwei verschiedenen Lagen gefertigter Karton.

Durchsicht

Definition:
Unter Durchsicht versteht man die Beurteilung eines Papiers bei durchscheinendem Licht. Dabei wird unterschieden nach gleichmäßiger, ruhiger und klarer Durchsicht bei guten Papieren und ungleichmäßiger, wolkiger und unruhiger Durchsicht bei weniger guten Papieren.

ECF

Definition:
elementarchlorfrei, Bezeichnung für die Art der Papierbleichung

Echt Bütten

Definition:
Nur handgeschöpfte und auf der Rundsieb-Papiermaschine gefertigte Papiere dürfen als „Echt Bütten“ bezeichnet werden. Büttenpapiere haben immer einen typischen „ausgefransten“ Rand.

Echt Pergament

Definition:
Ein mit Hilfe von Chemikalien dauerhaft fettdicht und naßfest gemachtes Zellstoffpapier. Wird in der Lebensmittelindurstrie zum Verpacken von Butter, Margarine und sonstigen Fetten sowie von Käse etc. eingesetzt. Es ist in der Papierindustrie keine Tierhaut.

Egoutteur

Definition:
Der Egoutteur ist ein siebbespannter Zylinder, der zum Egalisieren der Papieroberfläche während der Papierherstellung eingesetzt wird. Ein fortlaufendes Wasserzeichen wird ebenfalls mit einem spez. Egoutteur in das noch nasse Papier eingebracht.

Elefantenhaut

Definition:
Elefantenhaut ist der Markenname für einen auf Papierbasis entwickelten, extra zähen Werkstoff mit einer typischen Aderung und besonders hohen Festigkeitwerten.

Elfenbeinkarton

Definition:
Elfenbeinkarton ist durch seine Zusammensetzung und Fertigungsart eine besonders weiße Färbung und eine elegante, klare Durchsicht hat. Elfenbeinkarton wird oft für Visitenkarten, Grußkarten oder Umschlagkartons verwendet. Er wird mit glatter oder matter Oberfläche, gehämmert oder mit Leinenprägung hergestellt.

Etikettenpapier

Definition:
Spezielles Papier für Etiketten. Es hat eine gute Bedruckbarkeit aber vor allen Dingen spezielle Eigenschaften bezüglich Naßfestigkeit, Rollneigung, Reißfestigkeit, Bruchwiderstand, Laugendurchlässigkeit , Stanzfestigkeit etc. Man unterscheidet bei Etikettenpapieren zwischen maschinengestrichenen und Chromopapieren sowie hochglänzenden, gussgestrichenen Papieren.

Feinpapier

Definition:
Feinpapier ist die Bezeichnung für die edelsten und teuersten Erzeugnisse der Papierindustrie. Bei der Herstellung wird besonderer Wert auf die Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.

Feuchtprobe

Definition:
Die Feuchtprobe ist eine Prüfmethode zur Ermittlung der Laufrichtung eines Papiers. Dazu wird das Papier angefeuchtet. An der entstehenden Welligkeit oder Rollneigung kann man die Laufrichtung erkennen.

Filzmarkierung

Definition:
Unter Filzmarkierung versteht man die Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Rückseite des Papiers.

Filzseite

Definition:
Die Filzseite ist die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine oben liegende Seite des Papiers. Siehe auch Siebseite

Flächengewicht

Definition:
Das Flächengewicht ist das Gewicht eines Quadratmeters eines Papiers oder Kartons. 30 g/qm – 150 g/qm = Papier, 150 g/qm – 600 g/qm = Karton, über 600 g/qm = Pappe

Florpostpapier

Definition:
Florpostpapier ist holzfreies, satiniertes Durchschlagpapier mit einem Flächengewicht von 30 und 40 g/qm.

Ganzstoff

Definition:
Ganzstoff ist die Bezeichnung für eine fertige Stoffmischung für die Papiermaschine. Sie enthält alle Fasern und sonstigen Zutaten die für das Fertigpapier erforderlich sind.

Gautschen

Definition:
Gautschen bezeichnete ursprünglich das Ablegen des noch nassen Papierblattes vom Handsieb auf einen Filz. Heute versteht man darunter das Pressen des Papiers am Ende der Siebpartie (Papiermaschine) oder auch das Verbinden noch nasser Papierbahnen durch Aufeinanderpressen, wobei die Fasern miteinander verfilzen.

Gautschpresse

Definition:
In der handwerklichen Papiermacherei die Presse, mit der das Wasser aus den geschäpften und zwischen Filzen aufgestapelten Bogen herausgepreßt wurde.

Geklebter Karton

Definition:
Geklebter Karton ist durch Zusammenkleben von mehreren Papierbahnen hergestellt wird. Dabei kännen die einzelnen Bahnen von unterschiedlicher Beschaffenheit sein. Geklebter Karton zeichnet sich aus durch eine hohe Steifigkeit.

Geprägte Wasserzeichen

Definition:
Geprägte Wasserzeichen werden durch Aufpressen von Zeichen oder Muster mit Hilfe entsprechender Prägeformen unter sehr hohem Druck auf das bereite fertige oder stark entwässerte Papier hergestellt.

Gerippt

Definition:
Geripptes Papier hat parallel verlaufende Wasserzeichenlinien.

Gestrichenes Papier

Definition:
Gestrichene Papiere/Karton haben eine geschlossenere Oberfläche als ungestrichene Papiere. Der Strich besteht aus Pigmenten und Bindemittel. Er wird aufgebracht, verstrichen, getrocknet und dann satiniert. Der Strich verändert das Papier dahingehend, dass es glänzender, matter oder besser bedruckbar wird (s. a. gussgestrichene Papiere/Kartons). Gestrichene Papiere sollten nicht in Laserdruckern und Fotokopierern verwendet werden, da sich der Strich in der Fixiereinheit durch die Hitze ablöst und verklebt.

Glättwerk

Definition:
Das Glättwerk hat die Aufgabe, das Papier vor der Aufrollung am Ende der Papiermaschine durch Druck und eine gewisse Friktion zu glätten. Dadurch entstehen sogenannte maschinenglatte Papiere.

Grafische Papiere

Definition:
Grafische Papiere sind Druck- und Schreibpapiere einschließlich der Feinpapiere. Nach dem Ausgangsmaterial werden holzfreie (aus reinem Zellstoff hergestellte) und holzhaltige (überwiegend aus Holzschliff gefertigte) Papiere unterschieden. Zur zweiten Gruppe zählen beispielsweise die mengenmäßig bedeutenden Tiefdruck- und Zeitungsdruckpapiere.

Granuliertes Papier

Definition:
Granuliertes Papier sind mit einer Kärnung (durch Prägung) versehen.

Gussgestrichenes Papier

Definition:
Gussgestrichene Papiere erhalten ihren Glanz nicht durch Satinieren, sondern durch ein Abformen der noch oder wieder feuchten Strichoberfläche am Mantel eines Trockenzylinders.

Hadern

Definition:
Hadern (Lumpen) waren bis weit ins 18. Jahrhundert hinein das einzige Rohmaterial der Papierherstellung. Heute stellen solche Textilfasern weniger als ein Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Unter den Begriff Hadern fallen Fasern, die praktisch aus reiner Zellulose bestehen, also keinerlei verholzte Bestandteile aufweisen. Eingesetzt werden sie vor allem für Papiere, an die besondere Ansprüche gestellt werden, wie Banknoten- und Dokumentenpapiere oder Dünn- und Bibeldruckpapiere.

Halbstoff

Definition:
siehe Papierherstellung

Halbstoffe

Definition:
Halbstoffe sind für die Papierherstellung bestimmte, mit Ausnahme des Holzschliffs meist trocken angelieferte, Faserstoffe, (Hadern-Halbstoff, Holzschliff, Halbzellstoff, Altpapier, Zellstoff), die unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse aufbereitet werden.

Halbzellstoff

Definition:
Halbzellstoff ist ähnlich wie Braunschliff, Chemieschliff und TMP ein Mittelding zwischen Holzschliff und Zellstoff. Durch ein teilweises chemisches Aufschließen werden die unerwünschten Bestandteile des Holzes (Lignin, Harz) zum Teil herausgeläst. Daran schließt sich eine mechanische Nachbehandlung an. Halbzellstoff ist wesentlicher Halbstoff für die Produktion der Wellenpapiere für Wellpappen.

Halbzeug

Definition:
Halbzeug, auch Halbstoff genannt, kennzeichnet ein Zwischenprodukt bei der Papierherstellung. Je nach Verfahrensweise, die entweder zu holzhaltigem oder holzfreiem Papier führt, handelt es sich bei Halbzeug um den Holzschliff oder um Zellstoff.

Hammerschlagprägung

Definition:
Hammerschlagprägung mittels Kalander, der eine „gehämmerte“ Papieroberfläche erzeugt.

Handgeschäpfte Papiere

Definition:
Handgeschäpfte Papiere werden heute nur noch sehr selten hergestellt. Das im Handel erhältliche Echte Büttenpapier wird auf Rundsiebmaschinen produziert.

Hartpostpapiere

Definition:
Hartpostpapiere sind Naturpapiere und Schreibmaschinenpapiere besonders guter Qualität, die beim Biegen oder Knittern mit der Hand ?klanghart? wirken.

Hilfsstoffe

Definition:
Hilfsstoffe der Papierherstellung sind im wesentlichen Füllstoffe, Farbstoffe und Leim. Um Papieren ganz spezielle Eigenschaften zu geben, kännen daneben noch andere Hilfsstoffe, wie z. B. Kunstharze, eingesetzt werden.

Hochfein

Definition:
Hochfein ist eine alte Klassifizierung für herausragende Papierqualität. Siehe auch Mittelfein

Holländer

Definition:
In der Papiererzeugung übernahm der Holländer das grobe Zerreißen und Feinmahlen der Lumpen. Die Maschine wurde erstmals Ende des 16. Jahrhunderts beschrieben, in Deutschland wurde sie seit Anfang des 18. Jahrhunderts verwendet. Der Holländer arbeitete nach dem Wälzprinzip, er ergänzte und verdrängte schließlich die Lumpenstampfe. Rund zehn Stunden benötigte der Holländer für die Breiherstellung. In der Praxis erledigte die Lumpenstampfe die erste Bearbeitungsphase (Halbzeug), die zweite (Ganzzeug) übernahm der Holländer. Ein Erfinder ist nicht bekannt, aber wie der Name andeutet, stammt die Maschine aus den Niederlanden.

Holz

Definition:
Holz wird in Deutschland weniger eingeschlagen, als in der gleichen Zeit nachwächst. Der Holzeinschlag lag in den letzten Jahren bei knapp 30 Millionen Festmetern jährlich. Der Holzvorrat der Bundesrepublik wurde zuletzt durch die Forsterhebung 1961 geschätzt. Damals kam man auf insgesamt 826 Millionen Festmeter. Unter Berücksichtigung des jährlichen Nettozuwachses (Zuwachs minus Einschlag und Naturschäden) dürfte er heute weit über 900 Millionen Festmeter betragen. für das Land Bayern wurde ein jährlicher Holzzuwachs von 14 Millionen Festmetern pro Jahr geschätzt. Der jährliche Holzeinschlag erreicht dort aber nur 9 Millionen Festmeter. Ähnliche Verhältnisse kännen wohl auch im übrigen Bundesgebiet angenommen werden. Die Differenz zwischen Zuwachs und Einschlag kännte man nutzen, ohne den Wald nachhaltig zu reduzieren. Holz wurde erst 1843 als Grundstoff für die Papierindustrie entdeckt. Heute ist es ein wichtiger Faserrohstoff für die Papierherstellung. Bevorzugt wird für diesen Zweck Nadelholz, weil es längere Fasern liefert als Laubholz. Die kürzere Laubholzfaser wird als Beimischung für grafische Papiere sowie für Chemie- und Kunstfaserzellstoff eingesetzt.

Holzfreie Papiere

Definition:
Holzfreie Papiere sind Papiere, die nur aus Zellstoff (Zellulose) (s. a. Papierherstellung) und Hadern bestehen, diese haben eine höhere Qualität als holzhaltige Papiere. Nach DIN 6630 gelten als holzfrei solche Papiere, die weniger als 5 % verholzte Fasern enthalten. Beispiele für holzfreie Papiere: Kunstdruck Papier, Zeichenpapier usw.

Holzhaltige Papiere

Definition:
Holzhaltige Papiere sind nach DIN 6630 alle Papiere, die einen Holzschliffanteil (s. a. Papierherstellung) von mehr als 5 % haben, diese Papiere sind kostengünstiger herzustellen als z. B. holzfreies Papier. Holzhaltige Papiere können bis zu max. 90 % Holzschliff (z. B. Zeitungspapier) enthalten. Holzhaltige Papiere werden in 6 Stoffklassen eingeteilt (von Stoffklasse I 65 % Holzschliff ungebleicht / 25 % Zellstoff ungebleicht bis Stoffklasse VI 20 % Holzschliff / 80 % Zellstoff, gebleicht). Festigkeit und Weiße nehmen mit sinkendem Holzgehalt zu.

Holzschliff

Definition:
Holzschliff stellt heute rund ein Fünftel des Faserstoffeinsatzes der Papierindustrie. Hergestellt wird er auf mechanischem Wege durch Schleifen (auf Schleifsteinen) hauptsächlich von entrindeten Nadelhälzern unter Zusatz von Wasser. Je nach dem angewandten Verfahren entsteht dabei Weißschliff, Braunschliff oder Chemieschliff. Außer den Zellstoffasern bleiben auch die Holzbestandteile Lignin und Harz in der Fasermasse enthalten. Wegen des Lignins vergilbt Papier aus Holzschliff schnell. Es wird daher vor allem für eine kurzlebige Verwendung eingesetzt, z. B. als Zeitungspapier.

Holzstoff

Definition:
Als aus Holz mechanisch gewonnener Faserstoff ist Holzstoff ein Rohstoff für die Herstellung von Papier, Karton und Pappe. Bei Druckpapieren wirkt sich das Material aufgrund seiner kurzen Fasern günstig auf die Opazität (Lichtundurchlässigkeit) des Papiers aus.

Holzzellstoff

Definition:
Holzzellstoff wird durch chemische Aufschließung des Holzes gewonnen.

HWC-Papier

Definition:
Heavy Weight Coated paper = schwergewichtiges, gestrichenes Papier über 90 g/qm, holzfrei oder holzhaltig für den Rollenoffsetdruck.

Hygienepapiere

Definition:
Hygienepapiere werden überwiegend im Haushalt und für die persänliche Hygiene sowie in allen Gemeinschaftseinrichtungen, bei denen es auf Hygiene ankommt, benutzt. Zu ihnen zählen. z. B. Toilettenpapiere, Haushaltstücher, Papiertaschentücher und -servietten, Kinderwindeln, Erfrischungstücher.

Illustrationsdruckpapier

Definition:
Illustrationsdruckpapiere sind ungestrichene, holzfreie oder holzhaltige Papiere mit einer durch starke Satinage erzeugten glatten Oberfläche.

Indikatorpapiere

Definition:
Indikatorpapiere sind ungeleimte, neutrale Papiere, die mit einer Indikatorflüssigkeit zur Bestimmung von chemischen Reaktionen getränkt sind.

Industrierestholz

Definition:
Industrieholz ist der Teil des Industrieholzes, der bei der Verarbeitung von Holz in Sägewerken, Mäbelfabriken usw. abfällt. Hierbei handelt es sich um Holzabfälle wie Abschnitte, Schwarten und Spreißel. Es wird von der Zellstoffindustrie ebenso für die Faserstoffproduktion eingesetzt wie das sonstige Industrieholz der Forstwirtschaft. Dadurch, daß die Zellstoff- und Papierindustrie von Sägewerken, Mäbelfabriken usw. Holzabfälle übernimmt, werden diese Unternehmen von erheblichen Kosten befreit und diese Stoffe einer wichtigen, nutzbringenden Verwendung zugeführt.

Ingrespapier

Definition:
Mit Ingrespapier bezeichnet man feines, oft gefärbtes Papier mit rauer Oberfläche. Das nach dem französischen Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres (1680 – 1866) benannte Papier wird in der Regel mit Rundsieb-Papiermaschinen hergestellt, seltener auch handgeschöpft. In der Regel bieten die Papierbögen an allen vier Seiten einen echten Büttenrand. Ingrespapier dient als Grundlage für künstlerische Arbeiten (Aquarelle, Kohle- und Kreidezeichnungen etc.) und Druckgrafik sowie auch zur Herstellung hochwertig ausgestatteter Bücher.

Inkjet-Papier

Definition:
Als oberflächenveredelte Papiersorte muss Inkjet-Papier die Tinte schnell aufnehmen, die durch einen Tintendrucker (Inkjet-Drucker) in hoher Frequenz in Form winziger Tropfen auf das Papier geschleudert werden. Dabei darf die Tinte auch nicht verlaufen.

Japanpapiere

Definition:
Mit Japanpapieren bezeichnet man Papiere aus Japan, die dort aus einheimischen Faserstoffen hergestellt werden. Für echtes Japanpapier, Washi (von wa = Japan und shi = Papier) genannt, verwendet man bevorzugt die Pflanzen Kozo, Mitsumata, Gampi und Kuwakawa (Maulbeerbaum). Bei der manuellen Herstellung gilt es als besondere Kunst, das zumeist aus Bambus bestehende Sieb in einem bestimmten Rhythmus mehrmals in die Papiermasse zu tauchen. Die aus sortenreinen Fasern angefertigten Papiere weisen einen besonders schönen Glanz auf, der sich mit zunehmendem Alter des Papiers noch verstärkt. Das Verfahren der Papierherstellung gelangte von China über Korea im 6. Jahrhundert nach Japan.

Kalander

Definition:
Der Kalander ist eine Maschine zum Glätten (Satinieren) von Papier. Es ist ein System übereinanderliegender, meist beheizter Papier- und Stahlgußwalzen, durch das das Papier schlangenfärmig hindurchgeführt wird. Hiermit wird die Oberflächenbeschaffenheit (matt, halbglatt, glatt, leinen, gehämmert, Feinkorn usw.) erzielt.

Kalandrieren

Definition:
Unter Kalandrieren versteht man bei der Papierherstellung eine mechanische Glättung eines gestrichenen, aber auch ungestrichenen Papiers. Das Kalandrieren wird manchmal auch als Satinieren bezeichnet.

Kalibriertes Papier

Definition:
Kalibriertes Papier ist Papier und Karton, das auf eine ganz genaue Dicke kalandriert wurde.

Kanzleipapier

Definition:
Kanzleipapier ist der Gattungsbegriff für linierte, gefalzte Schreibpapiere.

Kaolin

Definition:
Kaolin ist in der Natur vorkommender Füllstoff für die Papierherstellung. Es ist ein wasserhaltiges Aluminiumsilikat, das in Schwefelsäure mit und ohne Druck im Kessel aufgeschlossen wird.

Karton

Definition:
Karton ist ein Erzeugnis, das im Flächengewicht zwischen Papier und Pappe liegt. Man unterscheidet einlagigen und mehrlagigen Karton, der gegautscht oder geklebt sein kann. Mehrlagiger gegautschter Karton besteht aus mehreren – nicht unbedingt gleichartigen – Faserschichten, die auf Rund- oder Langsiebmaschinen bzw. kombinierten Rundlangsiebmaschinen einzeln gebildet und naß zusammengeführt werden. Dabei verfilzen die Fasern der einzelnen Schichten miteinander (Gautschen), um dann als eine Endlosbahn weiterbearbeitet, d. h. gepreßt und getrocknet zu werden.

Kegelrefiner

Definition:
Kontinuierlich arbeitende Mahlmaschinen zur Aufbereitung der Faserstoffsuspension, um dem fertigen Papier die gewünschte Eigenschaft zu verleihen.

Kleisterpapier

Definition:
Kleisterpapiere sind Buntpapiere, die sehr unregelmäßige, marmorartige, farbige Muster aufweist.

Kochung

Definition:
Kochung ist der chemische Prozeß zur Gewinnung von Zellstoff aus Holz. Dabei werden Hackschnitzel mit Chemikalien unter Temperatur und Druckeinwirkung in einem Kocher aufgeschlossen.

Kohlepapier

Definition:
Kohlepapier ist dünnes, mit Wachsfarbe beschichtetes Papier, das seine Farbe durch Druck an eine Papierunterlage abgibt. Heute ungebräiuchlich.

Konditionierung

Definition:
Konditionierung ist die Bezeichnung für die klimatische Anpassung des Papiers an das Verarbeitungsklima.

Konservierung von Papier

Definition:
Verschiedene Methoden zur Sicherung des Papiers von Millionen von alten Schriftstücken und Büchern vor Zerfall durch den sogenannten Säurefraß. Dabei handelt es sich um chemische Methoden, das Papier zu entsäuern und zu puffern.

Kopierpapier

Definition:
Naturpapiere weiß und farbig, die sich besonders für die Anfertigung von Fotokopien, auf meist xerografischem Wege, eignen. Kopierpapier ist auf die Anforderungen der Kopiergeräte abgestimmt und wurde mit Sorgfalt hergestellt. Um die Kopiereigenschaften nicht zu beeinträchtigen, empfehlen wir die Beachtung folgender Hinweise bei der Bedruckung: 1) Bitte lassen Sie die Temperatur des Papierstapels an die Raumtemperatur angleichen, solange das Papier noch eingeriest ist. 2) Bitte bedrucken Sie jene Seite des Kopierpapiers, welche auch im Kopiergerät später zuerst bedruckt wird. Die zu bedruckende Seite liegt in diesem Ries nach oben zur Riesverschlußseite hin. Stapel nicht wenden! 3) Dieses Kopierpapier ist trockener gearbeitet als Druckpapiere. Die Stapelfeuchte ist niedriger als ihre Raumfeuchte, daher: ?ffnen Sie das Ries erst kurz vor dem Druck und schützen Sie den bedruckten Stapel gegen die Raumfeuchte sofort mit einer PE-Haube. Fahren Sie im Naßoffset mit geringstmäglicher Wasserführung (Alkoholfeuchtung oder Trockenoffset ist vorzuziehen . Verwenden Sie zum Schneiden auf Kleinformate nur frisch geschliffene und abgezogene Messer mit einem Messerwinkel von 19 – 201/4. Fächern Sie die Riese nach dem Schneiden und kurz vor dem Einriesen gut auf, um ein Zusammenheften der einzelnen Blätter nach dem Schnitt zu vermeiden. Verpacken Sie das Papier nach dem Druck und Schnitt schnellstmäglich in beschichtetes Papier. 4) Wir empfehlen zum Druck Farben zu verwenden, die für die Laserdrucker von Farbenfabriken empfohlen werden. Bei Beachtung dieser Hinweise liefert der Offset- oder Buchdrucker ein voll funktionsfähiges bedrucktes Kopierpapier und vermeiden somit Stärungen in den Kopiergeräten.

Kornpapier

Definition:
Kornpapier ist zumeist holzfreies Zeichenpapier guter Qualität, das eine durch Prägung erzeugte Kornstruktur aufweist.

Kraftpapier

Definition:
Kraftpapier wird zu mindestens 90 Prozent aus frischem in der Regel ungebleichtem Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) hergestellt. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Beständigkeit aus.

Kunstdruckpapier

Definition:
Kunstdruckpapier ist hochwertiges, beidseitig aufwendig gestrichenes (beschichtetes) Papier für anspruchsvolle, farbige Druckarbeiten. Es hat eine meist glänzende, sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche; es gibt aber auch matte und halbmatte Qualitäten. Auf Kunstdruckpapier lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Hoch- oder Offsetdruck wiedergeben.

Kunstdruckpapiere

Definition:
Kunstdruckpapiere sind gestrichene Papiere, die durch Beschichtung in einer besonderen Streichanlage eine glänzende oder auch matte, ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Auf ihnen lassen sich Bilder mit feinstem Raster im Hoch- oder Offsetdruck wiedergeben.

Kunstfaserzellstoff

Definition:
Kunstfaserzellstoff ist zumeist Sulfitzellstoff, häufig aus Laubhälzern gewonnen, der zu Herstellung von Kunstfasern wie Kunstseide oder Zellwolle eingesetzt wird.

Kupfertiefdruckpapier

Definition:
Kupfertiefdruckpapier ist besonders weich und saugfähig gearbeitetes Papier. Sehr edel sind handgeschäpfte Papiere aus Japan, da sie aus langen, geschmeidigen Japanfasern (Japanpapier) hergestellt werden und auf Handpressen für druckgraphische Arbeiten die Feinheiten eines Kupferstiches besonders gut wiedergeben.

Landkartenpapier

Definition:
Landkartenpapier hat eine besonders gute Dimensionsstabilität. Die Anforderungen an Landkartenpapier ergeben sich aus DIN 6628.

Langsiebmaschine

Definition:
Papiermaschine, in der die Siebpartie aus einer endlos umlaufenden flachen (Bronze- oder Kunststoff-) Siebbahn besteht, die von einer Reihe von Walzen oder Stützleisten getragen wird. Die Langsiebmaschine, erfunden 1698, ist heute die meist gebrauchte Ausführung einer Papiermaschine, Rundsiebmaschinen werden vor allem für die Herstellung von Karton und Pappe eingesetzt.

Laserdruckpapier

Definition:
Papier zur Verwendung im Laserdrucker. Es hat eine gleichmäßige Oberfläche, eine relative Feuchtigkeit von 30-35 %. Siehe auch Kopierpapier

Laubholz

Definition:
Laubholz dient zur Gewinnung von Holzstoff oder/und Zellstoff. Es werden in erster Linie Rotbuche, Birke, Pappel und Eukalyptus eingesetzt. Es ergeben sich Fasern von ca. 1 mm Länge und 0,03 mm Breite

Laufrichtung

Definition:
Die Laufrichtung ist die Richtung, in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Dadurch ist sie in der Regel auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier. Die Laufrichtung spielt insbesondere bei der Verarbeitung des Papiers oder Kartons eine Rolle, da das Material in dieser Richtung meist eine gräßere Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Die Laufrichtung ist für eine stärungsfreie Druckabwicklung und die weitere Verarbeitung von großer Bedeutung. Unter Laufrichtung versteht man die Richtung, in welcher die Papiermasse über die Maschine gelaufen ist (Faserlauf). Bei der Entwässerung auf dem Sieb kommen die Fasern hauptsächlich in ihrer Länge parallel zur Laufrichtung zu liegen. Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung. Bei Papieren in Bogen sind die Begriffe Schmal- und Breitbahn geläufig. Bei Breitbahn liegt der Faserlauf längs der schmalen Bogenkante, bei Schmalbahn geht er parallel zur langen Seite des Bogens. für das Falzen ist es in der Regel vorteilhaft, wenn die Laufrichtung parallel zum Falzbruch geht. für Umschläge von Zeitschriften oder Broschüren, die lediglich geheftet werden, kann es der Festigkeit des Umschlags wegen vorteilhaft sein, den Faserlauf quer zum Falzbruch zu wählen. Mehrfarbendrucke sollten in allen Verfahren zur Erzielung eines guten Passers und um eine stärungsfreie Druckabwicklung zu gewährleisten, auf Papieren in Schmalbahn hergestellt werden. Breitbahn sollte für Mehrfarbendrucke nur ganz ausnahmsweise genommen werden, wenn es etwa die spätere buchbinderische Verarbeitung notwendig erscheinen läßt. Nagelprobe: Man zieht die Kanten des zu prüfenden Papierbogens in beiden Richtungen zwischen den Nägeln des Daumens und des Zeigefingers hindurch. In der einen Richtung ergeben sich dabei stärkere Wellen, es ist die Bahnbreite. Der Faserlauf geht parallel mit der glatten Kante des Bogens. Biegeprobe: wird hauptsächlich bei Kartonsorten angewendet. Man schneidet zwei gleich große längere Streifen, den einen aus der Längs – und den anderen aus der Querrichtung des Bogens, und legt sie aufeinander. Wenn die Streifen an der unteren Seite gehalten und hin und her bewegt werden, so erweist sich der eine als biegsamer. Bei dem Streifen mit geringerem Neigungswinkel verläuft die Faser in der Längsrichtung. Feuchtigkeitsprobe: Man feuchtet einen Abschnitt auf einer Seite leicht an, lege ihn mit der angefeuchteten Seite auf die Handfläche und das Papier rollt sich quer zur Laufrichtung. Siehe auch Breitbahn und Schmalbahn

Lebensdauerklassen

Definition:
Klassifizierung der Lebensdauer von gestrichenen und ungestrichenen Papieren und Kartons. Sie ergibt sich aus der Norm DIN 6638, April 1992. Konservierung von Papier

Leimpresse

Definition:
Leimpressen gibt es an Papiermaschinen, um beide Seiten der Papierbahn einen dünnflüssigen Leim aufzutragen (Harzleimung). Damit wird u.a. die Gefügefestigkeit und die Beschreibbarkeit eines Papiers verbessert.

Leimungsgrad

Definition:
Der Leimungsgrad dient zur Bestimmung der Saugfähigkeit, des Leims und der Beschreibbarkeit: für ungeleimte und schwach geleimte Papiere erfolgt die Bestimmung der Saugzone nach Prof. Walter, Brecht und Lieben. Besser geleimte Papiere werden geprüft nach DIN-ISO 53126. Dabei läßt man eine Probe des zu prüfenden Papiers auf Tinte aufschwimmen und verfolgt mit der Stoppuhr die Durchdringgeschwindigkeit (Tintenschwimmdauer). Um diese Zeit objektiv zu erfassen, wurden auch verschiedene Geräte entwickelt.

Leinenprägung

Definition:
Oberflächenprägung in Leinenstruktur mittels Kalander.

Lichtdruckkarton

Definition:
Geklebter Spezialkarton für den Lichtdruck. Er muß eine gute Wasserfestigkeit und Dimensionsstabilität aufweisen.

Lichtechtheit bei Papieren

Definition:
Lichtechtheit bei Papieren meint die Beständigkeit der optischen und physikalischen Eigenschaften gegen Lichteinwirkung. Je weniger lichtecht das Papier ist, desto schneller vergilbt das Papier. Bei farbigen Papieren ist es in erster Linie wichtig, daß trotz Einwirkung der UV-Strahlen das Papier seine Farbe beibehält und nicht verblaßt. Hundertprozentigen Schutz vor Ausbleichen unter Tageslicht und Wärme gibt es nicht. Holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente kännen die Farbtonänderung verzägern. – Meßverfahren Im Labor kann man die natürliche UV-Strahlung simulieren (Xenon-Lampe). Die Ergebnisse werden in einer Abstufung von 1 bis 8 gemessen, wobei 8 bedeutet, daß keinerlei Veränderung der Farbe meßbar ist. Die Methode gemäß DIN-ISO 105-B04 ist ursprünglich zum Testen der Lichtechtheit von Textilien entwickelt worden. (Farbstoffe)

Lignin

Definition:
Lignin ist eine Gerüstsubstanz, die neben der Zellulose und weiteren Bestandteilen im Holz enthalten ist. Es bewirkt dort die zusätzliche Versteifung der Fasern. Im Papier ist es eine unerwünschte Beigabe, die dafür sorgt, daß das Papier schnell vergilbt. Bei der Zellstoffgewinnung wird es chemisch weitgehend von der Zellulose getrennt.

Linters

Definition:
Linters ist die Bezeichnung für die dem Baumwollsamen nach der Bearbeitung noch anhaftenden kurzen Samenhaare. Linters werden für Papiere von besonderer Weichheit, hoher Dauerhaftigkeit und Saugfähigkeit eingesetzt.

Luftpostpapier

Definition:
Luftpostpapier ist ein sehr dünnes, festes, meist holzfreies Schreibpapier von 25-30 g/qm. Es diente früher tatsächlich der Gewichtsreduktion bei Lufttransporten.

Lumpen

Definition:
Bis vor 150 Jahren wurde Papier ausschliesslich aus Lumpen hergestellt. Deshalb war Papier auch knapp und teuer. Die sogenannten Hadern ließ man erst anfaulen, dann wurden sie zerkleinert und unter Wasserzufuhr zu feinen Fasern zermahlen. Anschliessend wurde der Faserbrei mit feinen Sieben aus der Bütte geschöpft und getrocknet. Heute wird auch Hadernpapier maschinell hergestellt – für Schullandkarten, Urkunden, Dokumente und für Kupferstiche.

Lumpenstampfe

Definition:
Auch Stampfgeschirr, Stampfwerk oder deutsches Geschirr genannt. Mit Zugabe von Wasser verarbeitete die Maschine die zerschnittenen und gesäuberten Lumpen zu einem Brei, dem Zeug. Wasserkraft trieb die Stampfen an. Zeitgenössischen Berichten zufolge dauerte Breiherstellung etwa 24 Stunden. Von dem Holländer gänzlich verdrängt wurde die Lumpenstampfe erst Mitte des 19. Jahrhunderts.

LWC-Papier

Definition:
LWC-Papier = light weight coated paper. Bezeichnung für ein leichgewichtiges, gestrichenes, holzhaltiges Rollen- und Bogendruckpapier.

LWC, MWC und Co.

Definition:
Für Rollenoffset- und Tiefdruckpapiere haben sich durch die Globalisierung der Papierindustrie eine Reihe englischer Bezeichnungen eingebürgert. Je nach Flächengewicht gibt es für gestrichene Papiere die Klassen HWC (heavy weight coated), MWC (medium weight coated), LWC (light weight coated) und ULWC (ultralight weight coated) – jeweils holzhaltig und in verschiedenen Varianten, auch satiniert. MFCPapier (machine finished coated) ist gestrichen, überwiegend aus Holzschliff hergestellt, mit einem Flächengewicht von 48 bis 80 g/m2, teilweise mit höherem Volumen. LLWC (light weight coated) ist besonders leicht gestrichenes Papier für den Rollenoffsetdruck. Bei SC-Papier (supercalandered) handelt es sich um satiniertes (kalandriertes), holzhaltiges Naturpapier (das heißt ungestrichenes Papier), überwiegend aus Holzschliff und Altpapier.

Magazinpapier

Definition:
Diese (auch Illustrationsdruckpapier genannte) Papierart ist ungestrichenes, meist holzhaltiges, satiniertes Papier mit Füllstoffen, das sich besonders gut zur Wiedergabe von Bildvorlagen eignet. Es findet vor allem für im Tiefdruck hergestellte Zeitschriften Verwendung.

Mahlung

Definition:
Mahlung ist die mechanisches Bearbeitung und Veränderung von Faserstoffen um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Dabei wird grob unterschieden zwischen den Mahlungszuständen ?lang und räsch?, ?kurz und räsch?, ?lang und schmierig?, ?kurz und schmierig?.

Marmorpapier

Definition:
Mit Marmorpapier bezeichnet man ein an der Oberfläche mit einem Marmor-ähnlichen Muster gefärbtes Effektpapier. Buntpapiere dieser Art dienen vor allem als Vorsatzpapier für Bücher.

Maschinenbüttenpapier

Definition:
Büttenpapiere, die nicht traditionell von Hand aus einer Bütte geschöpft, sondern auf besonders ausgerüsteten Rundsiebpapiermaschinen.

Maschinengestrichenes Papier

Definition:
Maschinengestrichenes Papier wurde ursprünglich (in den 50er Jahren) direkt in der Papiermaschine gestrichen; daher rührt auch der Name. Obwohl heute dieser Arbeitsgang häufig auf separaten Anlagen durchgeführt wird, hat sich die Bezeichnung als Sammelbegriff für gestrichene Offset-, Hoch- und auch Tiefdruck-Papiere gehalten.

Maschinenglatt

Definition:
Maschinenglatt sind Papiere, die das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen haben. Genügt die Oberflächenqualität nicht, so kännen sie nachträglich noch satiniert und/oder gestrichen werden.

Maschinenpappe

Definition:
Maschinenpappe wird in Endlosbahnen auf einer Kartonmaschine wie Karton gefertigt. Gegensatz: Wickelpappen.

Mattgestrichene Papiere

Definition:
Mattgestrichene Papiere zeichnen sich durch eine matte, mehr oder weniger rauhe Oberflächenstruktur aus. Es gibt auch glänzend und halbmatt gestrichene Papiere.

Mattpostpapier

Definition:
Mattpostpapier nennt man meist holzfreie, vorwiegend weißes Naturpapier mit und ohne Wasserzeichen, das vornehmlich im Büro verwendet wird.

Mehrschichtenblattbildung

Definition:
Die Mehrschichtenblattbildung ist ein spezielles Stoffauflaufsystem (Langsiebpapiermaschine) für eine Papiermaschine.

Melieren

Definition:
Melieren ist eine Beimischung andersfarbiger, fein verteilter Fasern aus Gründen der Optik oder Fälschungssicherheit.

Metallpapier

Definition:
Metallpapier ist ein- oder beidseitig mit einer Deckschicht aus Metallfolien veredelt.

Mischbütte

Definition:
Die Mischbütte ist ein Behälter in der Papierfabrikation, um Holzstoff und Zellstoff nach der Mahlung mit Füllstoffen und den übrigen Zusätzen zu mischen.

Mittelfein

Definition:
Als mittelfein werden Papiere bezeichnet, die mehr als fünf Prozent mechanisch gewonnene Holzfasern (Holzstoff) enthalten. Diese Bezeichnung wird überwiegend bei Naturpapieren verwendet. Bei gestrichenen Papieren spricht man eher von fast holzfrei.

Molette-Wasserzeichen

Definition:
Das Molette-Wasserzeichen ist ein halbechtes Wasserzeichen, hergestellt durch Verdichtung der feuchten Papierbahn, nachdem diese das Langsieb der Papiermaschine verlassen hat.

Mullen-Tester

Definition:
Von dem amerikanischen Ingenieur John Mullen erfunden, dient der Mullen-Tester unter anderem dazu, in standardmäßiger Form die Berstfestigkeit von Papier zu messen. Dazu klemmt man im Tester eine Materialprobe zwischen zwei kreisförmige horizontale Platten. Man bringt das Material auf einer Gummimembran zum Aufliegen, die eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer abschließt. Bei stetig steigendem Druck in der Kammer wölbt sich die Membran von unten so weit gegen das Material, bis es birst. Ein Manometer registriert den Druck, bei dem dies geschieht, als Berstdruck. Mullen-Tester unterschiedlicher Bauart verwendet man auch zur Messung der Berstfestigkeit anderer Werkstoffe wie Folien, Bänder Textilien oder Keramikplatten. Seit 1926 stellt die US-amerikanische Firma Mullen, eine Tochter des US-amerikanischen Standex-Konzerns, diese Gräte exklusiv her.

Nagelprobe

Definition:
Nagelprobe: Man zieht die Kanten des Papiers, das man prüfen will, in beiden Richtungen zwischen den Nägeln des Zeigefingers und Daumens hindurch. Man erkennt die Bahnbreite daran, daß sich in dieser Richtung stärkere Wellen ergeben. Der Faserlauf geht parallel der glatten Kante des Bogens.

Nassfestes Papier

Definition:
Nassfestes Papier hat auch im nassen Zustand noch eine bestimmte Reißfestigkeit. Man erzielt diese Eigenschaft durch spezielle Zusätze in der Faserstoffmischung des Papiers. Sind die Zusatzstoffe zusätzlich alkalibeständig, erhält man laugenfestes Papier.

Naßfeste Papiere

Definition:
Naßfeste Papiere sind Papiere die nach vollständiger Durchtränkung mit Wasser noch mindestens 20% ihrer mechanischen Festigkeit im lufttrocknen Zustand haben sollten.

Naßpartie

Definition:
Die Naßpartie ist der Blattbildungsbereich einer Papiermaschine.

Naßreißfestigkeit

Definition:
Naßreißfestigkeit ist eine Eigenschaft die besonders für Plakat-, Etiketten -, Banknoten- und Landkartenpapier erforderlich ist.

Natronpapier

Definition:
Sehe Kraftpapier

Naturkarton

Definition:
Naturkarton ist eine allgemeine Bezeichnung für einlagigen, durchgearbeiteten Karton ohne Strichauftrag.

Naturpapier

Definition:
Naturpapier ist die allgemeine Bezeichnung für Papiere, die im Gegensatz zu gestrichenen Papieren keine Veredelung durch einen Strichauftrag haben. Sie kännen auch als ungestrichene Papiere bezeichnet werden.

NCR-Papier

Definition:
Sehe Selbstdurchschreibepapier

Neutralleimung

Definition:
Als Neutralleimung bezeichnet man die Masseleimung von Papier mit synthetischen Stoffen mit der Zugabe von alkalischen Füllstoffen, um etwaige Säurereste zu neutralisieren. Anders als die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitete Harzleimung unter Einsatz des sauer reagierenden Aluminiumsulfats (Alaun) führt die Neutralleimung nicht zum allmählichen Zerfall des Papiers durch Säurefraß.

Nitrocellulose

Definition:
Nitrocellulose (Cellulosenitrat, Schießbaumwolle) entsteht durch Behandeln von Baumwolle (Cellulose) mit Salpetersäure und Schwefelsäure. Das Material ist im Originalzustand sehr leicht entzündlich und verbrennt verpuffungsartig. Nitrocellulose löst sich in organischen Lösungsmitteln und dient in der Drucktechnik als Bindemittel für Druckfarben und -lacke.

Normalpapier

Definition:
Normalpapiere sind Schreibmaschinenpapiere, die der Verwendungsklassse 2a – 4c nach DIN 19306 entsprechen und mit einem echten Wasserzeichen versehen sind.

Oberflächenfestigkeit

Definition:
Oberflächenfestigkeit ist eine Eigenschaft des Papiers, einer senkrecht auf die Oberfläche einwirkende Kraft (z.B. der Zug der Druckfarbe bei der ?bertragung auf das Papier beim Druckvorgang) Widerstand zu leisten.

Oberflächenleimung

Definition:
Leimung, die in der Leimpresse der Papiermaschine auf die Oberfläche des Papier aufgetragen wird. Siee auch Leimung.

Offsetpapier

Definition:
Offsetpapier ist der Sammelbegriff für viele holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie für ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung (Glättwerk), die die Eigenschaften mitbringen, im Offsetdruck verarbeitet werden zu kännen.

Ölpapier

Definition:
Ölpapier ist heute in der Regel mit Wachs oder Paraffin imprägniertes Papier. Sie sind wasserdicht und wasserabweisend und finden Verwendung u.a. als verpackung für Brot und Bonbons oder als Einschlagpapier für Rasierklingen.

Onionskin

Definition:
Mit Onionskin (englisch Zwiebelhaut) bezeichnet man eine dünne, harte, radierfähige Papiersorte mit gekräuselter Oberfläche. Diese spezielle Struktur, die an eine getrocknete Zwiebel erinnert, entsteht entweder während der Herstellung durch Trocknen ohne Zugspannung beziehungsweise in einem Heißluftstrom oder durch entsprechende Prägung. Die Beschaffenheit des „Zwiebelhaut“-Papiers ist in der Norm DIN 6630 festgelegt.

Opazität

Definition:
Opazität ist das Fachwort für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z. B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. Die Opazität kann dadurch erhäht werden, daß man der Papiermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd zusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glattere Oberfläche.

Optische Aufheller

Definition:
Optische Aufheller sind farblose Substanzen, die ultraviolette Strahlen absorbieren kännen und sie als sichtbare Strahlen wieder abgeben. Durch die Zugabe solcher Substanzen kann der Weißgrad von Naturpapier und auch von gestrichenen Papieren erhäht werden.

Original-Kunstdruckpapier

Definition:
Original-Kunstdruckpapier sind sehr hochwertige, beidseitig gestrichene Papiere für den Druck von sehr anspruchsvollen mehrfarbigen Druckarbeiten. Solche Papiere haben eine meist glänzende, sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche. Es gibt auch matte und halbmatte Qualitäten.

Packpapier

Definition:
Packpapier ist der Sammelname für Papiere unterschiedlicher Faserstoffzusammensetzung und Eigenschaften, deren Gemeinsamkeit nur der Verwendungszweck ist. Auswahl und Mischung der Faserstoffe richten sich nach den an das Papier gestellten Anforderugen. Wesnetlich sind unter anderem Reiß-, Berst-, Knitter-, Scheuerfestigkeit sowie Elastizität und Steifigkeit. Zusätzlich verlangt man häufig gute Bedruckbarkeit (Verpackung als Werbeträger). für spezielle Zwecke kann Packpapier auch naßfest, wasserabweisend sowie aroma- und wasserdampfdicht gemacht werden. Dünne packpapiere im Gewichtsbereich unter 30 g/qm bezeichnet man als Packseiden (Seidenpapiere).

Papier

Definition:
Papier ist ein Erzeugnis aus mechanischen oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wäßriger Suspension miteinander verfilzt und – unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim zu Blattform verarbeitet werden. Oder, laut DIN 6630: ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird.

Papieranfaserung

Definition:
Papieranfaserung ist eine Technik zur Ergänzung von Fehlstellen im Papier bei der Restaurierung von Büchern. Wird teilweise auch Papierauffaserung genannt.

Papiergrammatur

Definition:
Die Grammatur eines Papiers ist sein Gewicht pro Flächeneinheit, auch Flächengewicht genannt und in Gramm pro Quadratmeter gemessen. Die Grammaturen von Papier reichen von 6 bis etwa 225 g/m2. Karton wiegt rund 150 bis 600 g/m2. Pappe gibt es mit Grammaturen ab 225 g/m2.

Papierherstellung

Definition:
Baumstämme (s. a. Papierrohstoffe) werden zusammen mit Wasser zu Holzsplittern zermahlen. Je nachdem, ob die Stämme entrindet sind oder nicht, spricht man nach dem Schleifen vom „Weißen Holzschliff“ oder vom „Braunen Holzschliff“. Dies ist dann ein „Halbstoff“ der zu Papier verarbeitet werden kann (s. a. holzhaltiges Papier). Aus dem Holzschliff kann aber auch durch mehrstündiges Kochen (bei dem die Zellstruktur aufgelöst wird) in Chemikalien (Natron- oder Sulfitverfahren) Zellstoff (Zelluose) gewonnen werden. Die Zellstoffgewinnung ist langwieriger und der Ertrag ist geringer als bei der Holzschliff-Herstellung, aber die Qualität ist um ein Vielfaches höher, da die restlichen Holzbestandteile (Harze, Gerbstoffe, Fette usw.) ausfallen. Die Zellulose muss jetzt noch gebleicht werden, um ein weißes Papier zu erhalten. Der Bleichvorgang findet oft mit Chlor statt, das aber nicht besonders umweltfreundlich ist. Daher werden immer mehr Verfahren entwickelt, die das Chlor ersetzen. Aus diesem Halbstoff kann holzfreies Papier hergestellt werden. Meistens wird aber ein Gemisch aus den Halbstoffen (Holzschliff und Zellulose), Füllstoffen und Leim benötigt, dies ist dann der „Ganzstoff“. Beim Vermengen der Halbstoffe ist nicht nur das Verhältnis wichtig, es entscheidet über die hergestellte Papiersorte, sondern auch der Mahlvorgang, der hierbei erfolgt. Je nachdem wie lang die Fasern geschnitten oder gequetscht werden, ist das Papier saugfähiger, reißfester oder hat andere Eigenschaften. Dieser Papierbrei, der bis zu 98 % aus Wasser besteht, wird auf einer Langsiebpapiermaschine aufgetragen. Auf diesem Sieb, das wie ein Fließband arbeitet, wird das Wasser aus dem Papierbrei geschüttelt und gesaugt. Die Papierfasern verfilzen. Das so entstandene Papier durchläuft noch verschiedene Press-, Trocken- und Glättstationen ehe es aufgerollt wird, jetzt hat es die Bezeichnung „maschinenglattes Papier“ (s. a. Laufrichtung, Schöndruckseite, Wasserzeichen). Hiernach wird das Papier entweder veredelt (s. a. gestrichene Papiere, satiniert usw.) oder es wird zu kleineren Rollen oder Bogen geschnitten.

Papiermühle

Definition:
Von ihren Anfängen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Papierproduktion in speziellen Handwerksbetrieben, in den so genannten Papiermühlen. Als Rohstoff diente gebrauchtes Leinengewebe, auch Hadern genannt. Die Papiermacherei gliederte sich in drei Stufen: Rohstoffaufbereitung (Sortieren, Schneiden, Waschen, Anfaulen, Zerfasern der Lumpen zu einem Brei), Herstellung (wie Aufbereitung des Breis fürs Schöpfen in der Bütte, Schöpfen, Pressen und Trocknen) und Veredelung (wie Leimen, Färben und Glätten des Papiers). Die europäische Papierherstellung begann um 1144 bei Valencia in Spanien. 1268 wurde in Fabriano die erste italienische Papiermühle gegründet, 1390 die erste deutsche Papiermühle von Ulman Stromer unter dem Namen Geismühl vor den Toren Nürnbergs.

Papierprüfung

Definition:
Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Methoden auf speziellen Prüfgeräten und auch Probedruckgeräten (zur Prüfung der Bedruckbarkeit) zu überprüfen. Bei allen Prüfungen ist das erforderliche Prüfklima nach DIN 50 014 einzuhalten.

Papierrohstoffe

Definition:
Heute wird Papier zu 95 % aus Holz hergestellt und zwar hauptsächlich aus Nadelhölzern wie: Tanne, Fichte, Kiefer und Lärche. Laubbäume sind bis auf Pappel, Buche und Birke weniger geeignet, da für die Papierherstellung die Faserlänge und die Härte des Holzes wichtig ist. Im Prinzip kann aus allen Stoffen, die Zellulose enthalten, Papier hergestellt werden. So gibt es auch Stroh, Gras und Bambus-Papiere, die aber auf dem europäischen Markt keine große Rolle spielen. Auch Hadern können verwendet werden. Altpapier kann wieder als Papierrohstoff verwendet werden, hat aber den Nachteil, dass die Fasern bei jeder neuen Verarbeitung kürzer werden und die Papierqualität (Reißfestigkeit, Farbe usw.) abnimmt.

Pappe

Definition:
Im Unterschied zu Karton haben Pappen keine veredelte Oberfläche und bestehen aus geringerwertigen Stoffen, meistens unbehandelter Holzschliff oder Altpapier. Man bezeichnet Pappen nach ihrem Aussehen und den verwendeten Stoffen (s. a. Papierherstellung). Graupappe graue Färbung, fest und leimhaltig Holzpappe hell, leicht brüchig, besteht aus weißem Holzschliff Lederpappe zäh, biegsam, besteht aus braunem Holzschliff

Papyrolin

Definition:
Papyrolin ist ein Papier aus einer Verbindung von Papier mit einem Textilgewebe.

Papyrus

Definition:
Papyrus ist der Vorläufer des Papiers, der diesem den Namen gegeben hat. Hergestellt wurde es aus einem schilfartigen Sumpfgewächs (Papyrus), dessen Stengelmark in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinandergelegt und dann gepreßt, gehämmert, geglättet und getrocknet wurde.

Pauscht

Definition:
Als Pauscht bezeichnet man 181 handgeschöpfte Papierbogen, die zwischen 182 Filzen liegen. bekannt sich auch die Bezeichnungen Puscht und Bauscht.

Pergament

Definition:
Pergament ist ein Beschreibstoff aus tierischer Haut, der bereits 1500 v. Chr. bekannt gewesen sein soll. Zu Herstellung von Pergament legt man zunächst Tierhäute in Kalkbrühe, säubert sie gründlich und spannt sie zum Trocknen auf einen Rahmen. Anschließend werden die Häute mit Bimsstein und Kreide zum Beschreiben hergerichtet. Pergament ist beidseitig beschreibbar und lässt sich durch Schaben und Radieren mehrmals verwenden. Ab der Mitte des 6. Jahrhunderts war Europa vom Papyrusimport abgeschnitten, alleiniger Schriftträger des Abendlands wurde danach bis zur Einführung des Papiers das Pergament. Auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vom 19. Juli 1666 und der Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 sind auf Pergament geschrieben. Die Bezeichnung rührt von der Stadt Pergamon in der heutigen Türkei her, wo die Herstellung wesentlich verbessert worden sein soll.

Pergamentersatz

Definition:
Pergamentersatz ist ein fettdichtes (Butterbrot-) Papier. Seine Dichtigkeit erhält es im wesentlichen dadurch, daß die Zellstoffasern auf besondere Art vermahlen werden. Die einzelnen Fasern werden dabei stark aufgeteilt bzw. gequetscht. Es ist aber ? im Gegensatz zum Pergamentpapier ? nicht wasserdicht und kochfest.

Pergamentpapier

Definition:
Pergamentpapier (genannt ?Echt Pergament?) ist ein kochfestes, fett- und wasserdichtes Papier. Das Ausgangsprodukt ist ein saugfähiges Rohpapier, das in einem Schwefelsäurebad behandelt wird, um die Papieroberfläche abzudichten. Pergamentpapier wird vor allem zum Verpacken von Fettprodukten (Butter, Margarine) sowie für technische Zwecke eingesetzt.

Pergamin

Definition:
Mit Pergamin bezeichnet man eine aus fein gemahlenem Zellstoff hergestellte, weitgehend fettdichte, aber nicht nassfeste Papiersorte. Sie ist stark satiniert und dadurch relativ transparent.

Plakatpapier

Definition:
Plakatpapier (auch „Affichenpapier“) ist Naturpapier mit speziellen Eigenschaften, die das Einweichen vor der Plakatierung und das Kleben erlauben und Witterungsbeständigkeit bringen: holzfrei, nassfest, vollgeleimt sowie bedruckt und gefaltet begrenzte Zeit im Wasser lagerbar.

Planbogen

Definition:
Als Planbogen bezeichnet man einen in voller Größe liegenden, ungefalzten Papierbogen.

Postkartenkarton

Definition:
Postkartenkarton ist ein holzfreier Naturkarton. Er muß entsprechend der Postvorschrift ein Mindestgewicht von 150 g/qm haben.

Pressenpartie

Definition:
Die Pressenpartie ist ein wesentlicher Bestandteil einer Papiermaschine.

Presseur

Definition:
In Rollentiefdruckmaschinen bezeichnet man den Gegendruckzylinder als Presseur. Er presst die Papierbahn auf den Druckformzylinder, begünstigt durch elektrostatische Aufladung das Heraussaugen der Farbe aus den Näpfchen und beteiligt sich am Transport des Papiers.

Primärfaserstoff

Definition:
Primärfaserstoffe sind die Rohstoffe für die Papierherstellung, die frisch aus Pflanzenmaterial durch mechanischen (Holzstoff) oder chemischen Aufschluss (Zellstoff) gewonnen werden.

Programmpapier

Definition:
Lappiges, meist holzfreies Papier mit weichem Laubholz-Zellstoff, das beim Umblättern wenig Geräusche verursacht.

Pulper

Definition:
Bei einem Pulper handelt es sich um ein Stoffauflösungsgerät, das ähnlich einem Küchenmixer arbeitet. Fester Zellstoff, wie er beispielsweise für den Transport aufbereitet wird, lässt sich in einem solchen Gerät wieder auflösen.

Quadratmetergewicht

Definition:
siehe: Flächengewicht

Radierfestigkeit

Definition:
Radierfestigkeit ist eine wichtige Eigenschaft für Transparentpapiere, Zeichenpapiere und -kartons. Sie wird erzielt durch eine Imprägnierung oder Leimung des Papiers.

Rakelstreichmaschine

Definition:
Streichmaschine für die Herstellung von gestrichenen Papieren. Dabei wird die Streichfarbe zuerst im Überschuß auf die Papierbahn übertragen und dann mit einer flexiblen Stahlklinge (Rakel) gleichmäßig dosiert und egalisiert.

Raummeter

Definition:
Raummeter ist eine Maßeinheit für Schichtholz. 1 Raummeter (rm, Ster) ist ein mit Holzstücken ausgelegter Raum, von 1 qm (einschließlich der Zwischenräume). 1 Raummeter Rundholz entspricht etwa 0,65 Festmeter.

Reagenzpapiere

Definition:
Reagenzpapiere sind Papiere, die mit einem chemischen Reagenz getränkt sind zum Nachweis gasförmiger Substanzen oder der alkalischen bzw. sauren Reaktion einer Lösung.

Recyclingpapier

Definition:
Papier, dessen Faseranteil ganz oder überwiegend aus Altpapier gewonnen wird. Neben Abfallvermeidung und Rohstoffschonung sprechen noch eine Reihe weiterer Gründe für Recyclingpapiere: Bei der Produktion werden deutlich weniger Energie und Wasser verbraucht. Luft- und Wasserverschmutzung sind geringer. Bis zu fünfmal können Zellstoffasern recycelt werden.

Refiner

Definition:
Mahlmaschinen zur Mahlung von Faserstoffen für die Papierherstellung. Ersetzt heute den früher verwendeten Holländer, von dem er das Prinzip des Mahlens des Stoffes zwischen Messern übernommen hat.

Reißfestigkeit

Definition:
Die Reißfestigkeit gibt die stärkste Belastung an, die Papier aushalten kann, bevor es zerreißt. Testmöglichkeit nach DIN 53112.

Reißprobe

Definition:
Die Reißprobe dient der Ermittlung der Laufrichtung. Man nimmt ein rechtwinklig geschnittenes Papierblatt und reißt es in beide Richtungen ein. In der Faserrichtung (Laufrichtung) wirkt der Einriß gerade, und das Papier läßt sich leichter reißen. In der Querrichtung wirkt der Einriß ungleichmäßig, und man stellt parallel zur Bahnbreite beim Einreißen einen gr?ßeren Widerstand fest.

Restholz

Definition:
Siehe Industrierestholz

Rohpapier

Definition:
Rohpapier ist die Bezeichnung für die in der Papierfabrik hergestellten Naturpapiere, die außerhalb der Papiermaschine einer weiteren Veredelung, z.B. durch Streichen, unterzogen werden.

Rollrakel-Streichverfahren

Definition:
Das Rollrakel-Streichverfahren ist eihe Technik zum Streichen von Papier. Dabei erfolgt die Dosierung und Verteilung der Streichfarbe durch einen gegen die Laufrichtung der Maschine rotierenden Rundstab im Durchmesser von 8-13 mm.

Rotationsdruckpapier

Definition:
Rotationsdruckpapier ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Rollendruckpapier, sowohl für den Zeitungsdruck als auch für den Illustrationsdruck im Offsetdruck und Tiefdruck.

Rundsiebmaschinen

Definition:
Rundsiebpapier maschinen arbeiten nicht wie Langsiebmaschinen mit flachen Siebbahnen, sondern mit Siebzylindern. Diese Rundsiebe rotieren meist in mit Faserbrei gefüllten Trögen. Dabei setzt sich der Papierstoff auf dem Sieb ab, das Wasser läuft nach innen ab. Das so gebildete Papierblatt wird dann mit einer Filzbahn vom Rundsieb abgehoben und durchläuft die gleichen Stationen wie auf den Langsieb-Papiermaschinen (Papiermaschinen). Rundsiebmaschinen haben den Vorteil, daß sich mehrere Zylinder so hintereinander aufstellen lassen, daß mehrere Papierbahnen naß zusammengeführt und zu einer stärkeren Bahn vereinigt werden können. Deshalb setzt man sie vorwiegend zur Herstellung von Karton oder Pappen ein.

Sandelholz

Definition:
Bei Sandelholz handelt es sich um das Holz des Baums Pterocarpus santalinus, eines Baums aus der Familie der Leguminosen, der in Ostindien und auf Ceylon sowie in Afrika heimisch ist. Fein gemahlen, dient Sandelholz als Farbmittel, das als eigentlichen Farbstoff zu 15 bis 20 Prozent ein Gemisch aus den Substanzen Santalin A, B und C enthält, die chemisch der Flavonoidgruppe angehören. Als Santalin lassen sich mit verschiedenen Metallen dunkelbraun über orange und purpurrot bis violett getönte Farblacke herstellen.

Satinieren

Definition:
Eine Nachbehandlung des Papiers nach der Herstellung ist das Satinieren in einem Kalander – auch Kalandrieren genannt. Dabei läuft das Papier über mehrere Walzenpaare, die durch Walzen verschiedener Härte und Materialien gebildet werden. Der dadurch bewirkte „Bügeleffekt“ verleiht der Papieroberfläche mehr Glätte und Glanz.

Säurefreie Papiere

Definition:
Säurefreie Papiersorten, die keine Säure und auch keine Restchemikalien, die Säure produzieren, enthalten. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Papiere zu bevorzugen.

Schmalbahn

Definition:
Schmalbahn ist die Bezeichnung, aus der die Laufrichtung der Papierfasern eines Bogens hervorgeht. Dabei ist die kürzere (schmalere) Kante aus der Breite der Papierbahn der Papiermaschine geschnitten worden.

Schöndruckseite

Definition:
Die Schöndruckseite ist die Papierseite, die sich bei der Herstellung auf der vom Sieb abgewandten Seite befindet. Besonders bei weniger hochwertigem Papier ist diese Seite qualitativ besser als die dem Sieb zugewandte „Siebseite“. Dort ist ein leichter Abdruck des Metallgewebes zu sehen, und durch das in dieser Richtung abfließende Wasser ist die Menge an Füllstoffen geringer.

Schreibmaschinenpapiere

Definition:
Schreibmaschinenpapiere sind weiße oder farbige Naturpapiere, speziell zur Verwendung im Büro. Die Bezeichnung ist veraltet.

Schreibpapiere

Definition:
Schreibpapiere sind weiße oder farbige, holzfreie oder holzhaltige aber auch mit Sekundärfasern gefertigte Papiere mit Oberflächenleimung. Durch eine Satinage erhalten sie im Kalander eine verdichtete und glatte Oberfläche.

Schrenzpapier

Definition:
Bei Schrenzpapier handelt es sich um einfachstes Papier, das ausschließlich aus unsortiertem Altpapier hergestellt wird. Es ist meist grau, manchmal bräunlich eingefärbt und hat ein Flächengewicht von 80 g/m2 und mehr. Schrenzpapier dient vorwiegend als Ausgangsmaterial für Wellpappe.

SD-Papiere

Definition:
Mit SD-Papier bezeichnet man abgekürzt selbstdurchschreibendes Papier. Auch chemische Reaktionspapiere oder Farbreaktionspapiere genannt, erlauben sie direkte Durchschriften, ohne dass man dazu Kohlepapier benötigt. Verwendet werden diese Papiere vor allem zur Herstellung von Formularen. Von den unterschiedlichen Varianten hat das chemische Reaktionspapier die größte Verbreitung gefunden. Im Papiermaterial eingebettete Mikrokapseln, die Farbstoffe enthalten, werden durch den Druck des Schreibvorgangs zerstört und bewirken auf einer chemisch behandelten „Nehmerschicht“ des darunter liegenden Papierblatts eine farbige Reaktion. Da Druck ausgeübt werden muss, können SD-Papiere beispielsweise per Hand oder mit einem Nadeldrucker beschrieben werden, nicht aber mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker. Für Mehrfachformulare benötigt man verschiedene Papiersorten, die sich bei den Beschichtungen auf der Vorder- und Rückseite unterscheiden. So ist beispielsweise das Oberblatt nur auf der Rückseite mit Mikrokapseln beschichtet, während das unterste Blatt nur auf der Oberseite mit einer Farbnehmerschicht versehen ist.

Seidenpapiere

Definition:
Seidenpapiere sind nicht aus Seide. Sie sind kennzeichnend für Papiere unter 30 g/qm.

Sekundärfasern

Definition:
Sekundärfasern sind Fasern für die Papierherstellung die ausschließlich aus Altpapier gewonnen wurden.

Sekundärfaserstoff

Definition:
Sekundärfaserstoffe sind aus Altpapier gewonnene Rohstoffe für die Papierherstellung. Es kann sich um Zellstoffasern oder Holzstoffasern in reiner Form oder in Mischung handeln.

Selbstdurchschreibendes Papier

Definition:
SD-Papier ist so behandelt, dass kein Kohlepapier benötigt wird, um direkte Durchschrift zu ermöglichen. Dieses Papier ist mit einer Schicht Mikrokapseln oder einer Farbnehmerschicht versehen. Die Mikrokapseln platzen durch den Druck und färben auf dem Blatt darunter die Farbnehmerschicht ein. Einsatzgebiet: Alle Drucksachen für die Durchschriften benötigt werden, z. B. Formulare. Die Einsatzmöglichkeiten sind dadurch eingeschränkt, dass ein Druck ausgeübt werden muss, d. h. SD-Papiere können mit Hand, Schreibmaschine oder Nadeldrucker ausgefüllt werden, nicht aber mit Tintenstahl- oder Laserdrucker. Das Oberblatt (CB = coated back) ist nur auf der Rückseite mit Mikrokapseln beschichtet. Die Mittel- bzw. Zwischenblätter (CFB = coated front and back) sind auf der Vorderseite mit einer Farbnehmerschicht und auf der Rückseite mit Mikrokapseln versehen. Das Schlussblatt (CF = coated front) ist auf der Vorderseite mit einer Farbnehmerschicht versehen und ist selbst nicht druckempfindlich. Es gibt auch noch spezielle Zwischenblätter (SC = self copy und SC CB = self copy coated back), die in einer Schicht sowohl die Mikrokapseln, wie auch die Farbnehmerschicht enthalten, diese sind gedacht, wenn das erste Blatt von einer bestimmten, nicht selbstdurchschreibenden Sorte sein muss. Wenn einige Teile vom Deckblatt z. B. Preise nicht auf allen Durchschlägen erscheinen sollen, kann man Teile der SD-Sätze neutralisieren, d. h. sie werden mit einer „Farbe“ bedruckt, die die Farbnehmerschicht neutralisiert.

Sieb

Definition:
Das Sieb in der Papiermaschine ist ein Metalltuch, das aus Drähten oder Kunststoffäden gewebt wird und als endlose Bahn in einer Langsiebpapiermaschine der Blattbildung und Entwässerung der Fasersuspension dient, die vom Stoffauflauf aufgebracht wird.

Siebpartie

Definition:
Die Siebpartie ist ein Teil der Papiermaschine.

Siebseite

Definition:
Unter Siebseite versteht man die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei Faserstoffen niedrigerer Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des h?heren Füllstoffgehalts als ?Sch?nseite? oder ?Sch?ndruckseite? bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die Papiermacher den Begriff ?Zweiseitigkeit? geprägt.

Silikonpapier

Definition:
Silikonpapier verwendet man, um das Ankleben von Leim, Kleister oder anderen klebrigen Stoffen zu verhindern. Einsatzgebiete: Abdeckmaterial für selbstklebende Papiere und Folien, z.B. bei der Etikettenherstellung.

Spezialpapiere

Definition:
Spezialpapiere umfassen alle Sonderformen von Papier, wie z. B. Thermopapier (Faxgerät), Kohlepapier (für Schreibmaschinen-Durchschläge), Sand- und Schleifpapiere, Hygienepapier usw.

Spielkartenkarton

Definition:
Spielkartenkarton ist ein aus mehreren Lagen bestehender geklebter Karton bester Qualität. Die äußeren Lagen sind hochweiß, während die Mittelschichten oftmals gegen ein Durchscheinen grau bis schwarz gefärbt sind.

Stanniol

Definition:
Mit Stanniol (von stannium – lateinisch: Zinn) bezeichnete man ursprünglich eine dünn ausgewalzte Zinnfolie, die zur Umhüllung leicht verderblicher Waren diente. Seit etwa 1920 verwendet man Aluminiumfolie als „Stanniol“.

Stoffaufbereitung

Definition:
Stoffaufbereitung ist die Behandlung und Veränderung von Fasern sowie das Mischen von Faserstoffen und Zusätzen im gewünschten Verhältnis entsprechend der auf der Papiermaschine zu produzierenden Papierqualität.

Stoffauflauf

Definition:
Stoffauflauf ist ein wichtiger Bestandteil einer Papiermaschine. Er hat die Aufgabe, den Stoff nach der Stoffaufbereitung dem Sieb in einer vorgegebenen Menge zuzuführen.

Streichen

Definition:
Viele Papiere erhalten zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich, das heißt eine Beschichtung. Sie besteht aus natürlichen Pigmenten, einem Bindemittel sowie verschiedenen Hilfsstoffen. Der Auftrag solcher Streichfarben erfolgt in der Papierfabrik auf speziellen Streichmaschinen. Den Strich gibt es in vielen Variationen – für glänzende, halbmatte und matte Papieroberflächen, mit einfachem und mehrfachem Auftrag etc. Gussgestrichene Papiere haben eine spiegelglänzenden Oberfläche, die durch Trocknung an einem heißen, hochglanzpolierten Zylinder erreicht wird. Papier wurde früher direkt in der Papiermaschine gestrichen, daher hat sich auch der Begriff „maschinengestrichens Papier“ als Sammelbegriff für gestrichene Offset-, Hoch- und Tiefdruck-Papiere gehalten.

Streichmaschine

Definition:
Die Streichmaschine dient der maschinellen Herstellung von gestrichenen Papieren. Sie hat die Aufgabe eine bestimmte Streichfarbe auf die Oberfläche des eigentlichen Trägerpapiers oder Rohpapiers zu übertragen.

Strohzellstoff

Definition:
Strohzellstoff wird durch Häckseln, mechanische Behandlung und chemisches Aufschließen (Zellstoff) des Strohs gewonnen. Sein Anteil am Rohstoffverbrauch der deutschen Papierindustrie macht h?chstens noch 0,2 Prozent aus.

Sulfatzellstoff

Definition:
Sulfatzellstoff (auch: Natronzellstoff) entsteht durch Kochen von Holzschnitzeln in ?tznatronlauge mit Schwefelnatriumgehalt. Die alkalische Kochung ermöglicht es, auch harzhaltige Hölzer einzusetzen, da das Harz beim Kochen verseift wird. So wird es m?glich, die für die Papierfestigkeit günstigen langen Fasern der Kiefer aufzuschließen (Zellstoff). Das Sulfatverfahren bringt einen sehr festen, zähen Zellstoff hervor, Sulfatzellstoff ist schwieriger zu bleichen als Sulfitzellstoff. Er wird in der Bundesrepublik bislang nicht hergestellt; die pro Jahr benötigten 1,4 bis 1,5 Millionen Tonnen müssen voll importiert werden.

Synthetische Papiere

Definition:
Synthetische Papiere sind nach DIN-ISO 6630 Synthesefaser-Papiere. Synthesefaserpapiere enthalten Fasern aus Polyamid und Polyester, aus Zellwolle und zum Teil auch Zusatz von Füllstoffen. Den Zusammenhalt der Fasern bewirken in der Hauptsache Bindemittel. Die strapazierfähigen Synthesefaserpapiere finden unter anderem Verwendung bei der Produktion von Landkarten und wichtigen Dokumenten, z.B. Führerscheinen und Kraftfahrzeugbriefen.

Tabellierpapier

Definition:
Tabellierpapier war einnbedrucktes oder mit dünnen, hellen auf Endlosformularmaschinen bedrucktes Endlospapier mit Führungslochrand zum Einsatz in Datendruckern. Heute nicht mehr gebräuchlich.

Tambour

Definition:
Tambour nennt man die Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres Laufes durch die Papiermaschine aufgewickelt wird.

Tauenpapier

Definition:
Mit Tauenpapier bezeichnet man stabiles Papier, das durch Satinierung eine sehr glatte Oberfläche besitzt. Tauenpapier ist oft getönt oder gemustert und wird dort eingesetzt, wo es auf Dauerhaftigkeit im täglichen Gebrauch ankommt, etwa bei Registern von Ordnern. Früher dienten Abfälle von Seilen und Schiffstauen als Rohstoff für diese Papiersorte. Davon leitet sich auch ihr Name ab.

TCF

Definition:
total chlorine free: Papier aus 100 % chlorfrei gebleichten Faserstoffen.

Technische und Spezial-Papiere

Definition:
Technische und Spezial-Papiere umfassen die unterschiedlichsten Arten von Papier für spezielle Anwendungsbereiche, z. B. Dekorpapiere für die holz- und m?belverarbeitende Industrie, Kondensatorpapier, Karbonrohpapier (das zu Kohlepapier weiterverarbeitet wird), verschiedene Filterpapiere, Fotopapiere, Zigarettenpapier und viele andere.

Teebeutelpapier

Definition:
Teebeutelpapier wird entsprechend der Verarbeitung unterschieden in heißsiegelfähige und nichtheißsiegelfähige Teebeutelpapiere. Sie werden z.B. aus Abaca-(Manila-) Fasern unter Zusatz von Edelzellstoffen hergestellt, müssen hochpor?s, naßfest und geschmacksneutral sein und haben Flächengewichte von 12-16 g/qm.

Text & Cover-Papiere

Definition:
Die Bezeichnung Text & Cover-Papiere stammt aus den USA und steht für hochwertige, ungestrichene Papiere mit Flächengewichten von etwa 100 bis 320 g/m_. Die Papiere sind weiß oder farbig und bieten in der Regel besondere Oberflächenstrukturen, die unter anderem durch Prägung erzeugt werden.

Tiefdruckpapier

Definition:
Tiefdruckpapier ist ein meist holzhaltiges satiniertes Druckpapier, das gleichmäßig saugfähig ist und absolut gleiche Farbannahmefähigkeit hat. Einsatzgebiete sind Illustrierte, u.a. Zeitschriften, Versandhaus- und Reisekataloge, Prospekte und Beilagen mit hoher Auflage.

Tintenstrahlpapiere

Definition:
Siehe Inkjetpapiere

Tintenstrichprobe

Definition:
Die Tintenstrichprobe dient dazu, den Leimungsgrad, das heißt die Qualität der Leimung, von Papier und damit seine Widerstandsfähigkeit gegen Wasser zu testen. Dazu zieht man mit einer Tintenfeder in geringem Abstand kreuz und quer Linien auf dem zu prüfenden Papier. Das Ausmaß, in dem die Linien an den Kreuzungspunkten verlaufen und gegebenenfalls auf die Rückseite durchschlagen, liefert die gewünschte Aussage über den Leimungsgrad des Papiers.

Tissue

Definition:
Tissue ist besonders dünnes (unter 34 g/qm), weiches holzfreies Rohmaterial für Hygienepapiere. Es wird – meist mehrlagig – beispielsweise zu Toilettenpapier, Papiertaschentüchern oder Kosmetiktüchern verarbeitet und weist eine mikrofeine Kreppung auf.

TMP

Definition:
TMP (Thermo Mechanical Pulp – Thermomechanischer Holzstoff) wird durch Mahlung von vorgewärmten Holzschnitzeln bei Temperaturen um 130? C hergestellt. Das TMP-Verfahren erm?glicht eine schonendere Zerlegung des Holzes in Einzelfasern als beim ?normalen? Holzschliffverfahren.

Transparentpapier

Definition:
Durchscheinendes Transparentpapier lässt sich aus einem Rohstoff herstellen, das man durch langes und möglichst schonendes Mahlen hochwertiger Fasern (harte Zellstoffsorten, Hadern) erhält. Zum Zeichnen verwendetes Transparentpapier erhält in der Regel eine Oberflächenleimung. Dadurch wird es besser beschreibbar, unempfindlicher gegen Fingerabdrücke, radierfest und dimensionsstabil. Transparentes Papier lässt sich auch durch nachträgliches Imprägnieren oder „Pergamentieren“ erzeugen.

Triplexkarton

Definition:
Triplexkarton ist ein Karton, der aus drei verschiedenen Stofflagen besteht.

Trockenpartie

Definition:
Die Trockenpartie ist ein wesentlicher Bestandteil einer Papiermaschine. Nach der mechanischen Entfernung des Wassers aus der Papierbahn in der Pressenpartie erfolgt in der Trockenpartie eine weitere Entfernung von Wasser durch Wärmeeinwirkung.

Umschlagkarton

Definition:
Ein Umschlagkarton ist ein Naturkarton, der neben seinem ursprünglichen Einsatzzweck für Drucksachen verwendet wird, für die es eine große Auswahl an zusammenpassenden Farben und Gewichten geben muß.

ungestrichene Papiere

Definition:
Papiere, die nicht gestrichen sind.

Velinpapier

Definition:
Velinpapier ist eine Bezeichnung für Papier mit glatter Oberfläche und geschlossener, ruhiger Durchsicht. Der Begriff stammt noch aus der Zeit der manuellen Papierherstellung.

Vergépapier

Definition:
Vergépapier (von französisch vergé – gestreift, gerippt) ist die Bezeichnung für Papier mit einer regelmäßigen Oberflächenstruktur aus waagerechten und senkrechten Linien, wobei man die waagerechten, quer zur Papier-Laufrichtung verlaufenden Linien Stege, die senkrechten Wasserlinien nennt. Vergépapier soll an Papier aus der Zeit vor der Mitte des 18. Jahrhunderts erinnern, als die Schöpfsiebe in den Papiermühlen stärkere Stützdrähte und quer dazu verlaufende, dünnere Siebdrähte enthielten. Die daraus resultierende, charakteristische Papierstruktur wird heute in Landsiebmaschinen mit der Wasserzeichenwalze (Egoutteur) und in Rundsiebmaschinen mit entsprechend ausgeführten Drahtsieben erzeugt. Die Mitte des 18. Jahrhunderts aufkommenden feinen Siebgewebe erlaubten die Herstellung des so genannten Velinpapiers mit wesentlich verbesserter Oberflächenqualität.

Verpackungskarton und -pappen

Definition:
Verpackungskarton und -pappen sind Karton, Vollpappen, Holzkarton (aus Holzschliff), Graukarton (aus Altpapier). Außerdem gehären zu dieser Gruppe Wickelpappen.

Volumen von Papier

Definition:
Das Volumen von Papier wird ermittelt durch die Raumgröße des Papierquerschnittes im Verhältnis zum spezifischen Papiergewicht. In der Papierindustrie wird das Volumen oft als Volumenfaktor (Bulk) angegeben. Volumenfaktor 1,0 ist Standard, über 1.0 ist voluminöser.

Vorsatzpapier

Definition:
Als Teil des Bucheinbands bedeckt das Vorsatzpapier die Innenseite des Buchdeckels und dient zugleich dazu, den Einband des Buchs mit dem Buchblock zu verbinden. Dazu ist die eine Hälfte des Vorsatzpapiers, der so genannte Spiegel, mit der Innenseite des Deckels verklebt. Die andere Hälfte ist mit einer schmalen Klebung mit der ersten beziehungsweise letzten Seite des Buchblocks verbunden und bildet so das erste oder letzte Blatt des Buchs. Das hintere Vorsatzpapier eines Buches wird auch Nachsatzpapier genannt.

Wasserzeichen

Definition:
Schon seit den ersten Anfängen der Papierherstellung bekannt, sind Wasserzeichen Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärke hervorgerufen werden. Das echte Wasserzeichen entsteht durch Verdrängung („Licht“-Wasserzeichen) oder Anreicherung der Fasermasse („Schatten“-Wasserzeichen) schon in der Siebpartie der Papiermaschine mit Hilfe einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Halbechte Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen) werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier eingeprägt. Die „unechten“ Wasserzeichen entstehen außerhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack oder durch Prägen.

Weißgrad

Definition:
Der Weißgrad kennzeichnet die Intensität des Weißeindruckes. Die unterschiedlichen Farbnuancen (r?tlich, gelblich, bläulich, grünlich) werden im Farbort berücksichtigt.

Weißschliff

Definition:
Weißschliff wird fast ausschließlich aus Fichtenholz hergestellt und oft auch gebleicht verwendet, Weißschliff ist Rohstoff hauptsächlich für holzhaltige Schreib- und Druckpapiere. Kiefernholz ist wegen des hohen Harzgehaltes für diese Art des Holzschliffs weniger geeignet.

Wellpappe

Definition:
Das Verpackungsmaterial Wellpappe besteht in seiner einfachsten Form aus einer gewellten Papierbahn, die mit zwei ineinander greifenden, geriffelten Walzen mit Druck und Hitze hergestellt wird, und aufgeklebten glatten Papierbahnen auf einer oder beiden Seiten. Wellpappe wurde 1861 in den USA erfunden und fand wegen seiner guten Verpackungseigenschaften (hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht) schnell weite Verbreitung.

Werkdruckpapier

Definition:
Werkdruckpapier ist meist ein maschinenglattes, holzfreies oder leicht holzhaltiges Druckpapier, wenig geleimt, mit mehr oder weniger Füllstoff auf hächstm?gliches Volumen gearbeitet, zur Herstellung von Büchern.

Wertzeichenpapier

Definition:
Siehe Dokumentenpapier

Xerographiepapier

Definition:
Papier mit einem geringeren Feuchtigkeitsgehalt als allgemein üblich. Es hat eine gleichmäßig widerstandsfähige Oberfläche und eine sehr geringe Neigung zum Stauben. Aufgrund dieser Merkmale ist es besonders gut geeignet für Fotokopien oder auch Druckarbeiten, die später noch zusätzlich fotokopiert werden müssen.

Zeitungsdruckpapier

Definition:
Holzhaltiges Papier mit dem höchsten Anteil an Holz überhaupt (ca. 90 %), daher sehr preiswert, die Nachteile (nicht archivierbar, nur geringwertig bedruckbar usw.) sind bei der relativen Halbwertzeit zu vernachlässigen. Bilder können wegen der mangelhaften Oberfläche nur unzureichend wiedergegeben werden (s. a.Rasterweite) Flächengewicht von etwa 40 bis 56 g/m2 . Als Rohstoffe enthält es vor allem Altpapier, Holzstoff und wenig Zellstoff. Diese Papierart hat eine hohe Opazität,

Zellstoff

Definition:
Zellstoff ist der Faserstoff, der aus pflanzlichen Faserrohstoffen durch chemischen Aufschluß gewonnen wird und als Hauptbestandteile Zellulose neben anderen Stoffen wie Hemizellulose, Restlignin und organischen Stoffe enthält. Dabei wird das Holz (Laub- und Nadelh?lzer) zunächst mechanisch in Hackschnitzel zerkleinert. Diese werden dann mit einer Kochflüssigkeit (Kochung) imprägniert und unter Druck und Temperatur über mehrere Stunden gekocht. Es gibt verschiedene Kochprozesse. Am Schluß der Verarbeitung wird der fertige Zellstoff getrocknet und zu Platten gepreßt oder direkt über eine Pipeline an die Papierfabrik geliefert.

Zellulose

Definition:
Zellulose – auch Cellulose – ist chemisch ein Kettenmolekül aus Traubenzucker- Elementen (Polysaccharide) und als Hauptbestandteil des Pflanzenmaterials verantwortlich für seine mechanische Stabilität. Zellulose verleiht dem Papier als wichtigster Bestandteil seine Festigkeit, entweder in Form von Holz- oder Pflanzenfasern oder als Zellstoff, das aus reinen Zellulosefasern besteht. Außer zur Papierherstellung dient Zellulose auch als Grundstoff für Kunst- und Faserstoffe – in Naturform als Baumwolle oder chemisch aufgearbeitet in Form von Chemiefasern, wie Viskose- oder Acetat-Fasern.

ZP-Papiere

Definition:
ZP-Papiere sind Sulfitzellstoffpapiere, für deren Herstellung mindestens 65 Prozent Frischfaserstoff (Sulfitzellstoff und Holzschliff) und höchstens 30 Prozent Altpapier eingesetzt werden.