Lexikon – Daten & Vorstufe

Hier erklären wir Fachbegriffe aus der Druckvorstufe, auch viele historische Begriffe sind dabei. Obwohl diese heute nicht mehr gebräuchlich sind, möchten wir nicht, dass sie vergessen werden.

Abbreviatur

Definition:
Mit Abbreviaturen (lateinisch: Abkürzungen) bezeichnet man in der Typographie Zeichen, die durch das Zusammenziehen von Buchstaben entstehen. Ein Beispiel dafür ist das Zeichen „&", eine Kombination der Buchstaben „e" und „t" zu „et" (lateinisch „und"). "

Abfallend / Randabfallend

Definition:
Von Abfallen spricht man bei Druckelementen (meist Bilder oder Flächen), die bis zum Rand einer Seite reichen. Vor allem in Zeitschriften und Katalogen findet man oft randabfallend platzierte Bilder. Sollen Bilder oder Flächen bis zum Rand reichen, müssen sie über den Rand hinaus gedruckt werden, beim Endbeschnitt wird dieser Randteil dann abgeschnitten. Diese Druckelemente müssen in der Regel 2-3 mm über den Seitenrand hinaus in den Beschnitt hineinragen.

Additive Farben

Definition:
Additive Farben entstehen durch die Addition von Licht unterschiedlicher Farbe. Mit den so genannten Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich in der Theorie alle sichtbaren Farben bilden, wobei alle drei Farben zu gleichen Teilen übereinander projiziert Weiß ergeben. Das farbige Sehen des Menschen arbeitet mit rot-, grün- und blauempfindlichen Sinneszellen. Treffen beispielsweise rote und grüne Lichtstrahlen auf die entsprechenden Empfangszellen des Auges, so ergibt dies die Mischfarbe Gelb. Werden alle drei Farbempfänger erregt, dann sieht das Auge Weiß. Das gängige, vor allem bei Bildschirmen und Scannern eingesetzte additive Farbmodell RGB verwendet diese Grundfarben. Durch Mischen von je zwei dieser Farben zu gleichen Anteilen entstehen als Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb, die ihrerseits die Grundfarben des subtraktiven Farbmodells CMYK bilden. Die additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich im additiven Farbsystem nicht aus anderen Farben mischen.

Akkolade

Definition:
Bezeichnung für die geschweifte Klammer

Alpha-Kanal

Definition:
Ein im Bild eingebetteter Kanal, der von Bildbearbeitungsprogrammen für die Ausgabe von Maskierungspfaden verwendet wird.

Andruck

Definition:
Der Andruck – auch Maschinen-Proof genannt – dient dazu, das zu erwartende Druckergebnis gleichsam einem Probelauf unmittelbar an der Druckmaschine zu kontrollieren. Vergleiche auch Color-Proof.

Anschnitt / Beschnitt

Definition:
Der Anschnitt ist ein technisch notwendiger Rand, der beim Schneiden des Druckproduktes wieder abgeschnitten wird. Notwendig ist er, wenn Bilder oder Farblächen bis zum Rand einer Seite reichen. Sollen Bilder oder Flächen bis zum Rand reichen, müssen sie über den Rand hinaus gedruckt werden, beim Endbeschnitt wird dieser Randteil dann abgeschnitten. Diese Druckelemente müssen in der Regel 2-3 mm über den Seitenrand hinaus gedruckt werden.

Anti-Aliasing

Definition:
In der digitalen Bildbearbeitung erzeugt man durch Anti-Aliasing einen weicheren Übergang an Umrissen. Damit wird dem „Treppeneffekt" entgegengewirkt, bei dem die einzelnen Pixel an den Rändern eine Treppe bilden.

Antiqua-Schrift

Definition:
Als Antiqua-Schriften bezeichnet man Schriftarten, deren Buchstaben kleine Endstriche (Serifen) tragen. Neben den Serifen sind wechselnde Strichstärke häufiges Merkmal der Antiqua-Schriften. Sie lassen sich in Lauftexten besonders gut lesen. Berühmtes Beispiel ist die Times.

ASCII

Definition:
Der „American Standard Code for Information Interchange" ist ein 6-Bit-Code zur Kodierung von Zeichen und Sonderzeichen, der zum Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Computersystemen dient. Wenn überhaupt, wird bei Standard-ASCII das achte Bit als Paritäts-Bit eingesetzt. Beim Extended ASCII werden volle 8 Bit zur Zeichenkodierung benutzt, was die Zahl der kodierbaren Zeichen von 128 auf 256 verdoppelt. Jedoch sind nur die ersten 128 Zeichen genormt, in den folgenden 128 Zeichen sind zum Beispiel die Umlaute kodiert. Auf unterschiedlichen Betriebssystemen (und selbst bei Windows/DOS) sind sie leider unterschiedlich. Zur Umgehung dieser Probleme wurde in jüngster Zeit der 16bittige Unicode entwickelt.

Auflösung

Definition:
Man unterschiedet drei Arten: Die Abtastauflösung gibt an, wie detailgenau ein Scanner einzelne Elemente erfasst. Die Maßeinheit ist dpi (dots per inch). Die Grauwertauflösung gibt an, welche Helligkeit bzw. Farbe ein Punkt (dot) hat. Beim Scannen wird jeder Grauwert einer bestimmten Stufe zugeordnet und erhält einen „Wert". Ein 8-Bit-Scanner z. B. erfasst pro Grundfarbe(RGB) 8-Bit (256 mögliche Werte). Die Ausgabeauflösung gibt die Feinheit bei der Wiedergabe an. Maßeinheit ist auch hier dpi. Belichter haben oft eine Auflösung von 2540 dpi, Monitore dagegen nur eine Auflösung von 62 bis 144 ppi (pixel per inch).

Aufsichts-Vorlagen

Definition:
Aufsichtsvorlagen sind undurchsichtig wie z.B. Fotos oder Zeichnungen aus Papier.

Austauschformate

Definition:
Man kennt eine Vielzahl von Datenformaten, die für den Austausch zwischen einzelnen Verarbeitungsstufen dienen. Für Textdokumente haben hier RTF (Rich Text Format) sowie das doc-Format des Textprogramms Word von Microsoft Bedeutung. Bei Bildern sowie Grafik unterscheidet man grundsätzlich zwischen pixel- und vektororientierten Formaten. Typische Bitmap- (Pixel-) Formate sind TIFF und JPEG, Postscript arbeitet im Wesentlichen (vektor-) konturorientiert. Das vielfach eingesetzte Portable Document Format (PDF) von Adobe bietet eine Kombination aus Pixel- und Konturdaten und dient dazu, komplette Dokumente mit Text, Grafik und Bildern zu vereinen. „Offene Formate" der jeweiligen Layoutprogramme sind unter Fachleuten auch verbreitet.

Autorenprogramm

Definition:
Programme, mit denen Multimedia-Produktionen erstellt werden können.

Autorkorrektur

Definition:
Nachträgliche Änderungen und Korrekturen, die vom Autor vorher nicht berücksichtigt wurden und daher in der Druckvorstufe zu Mehrarbeit und -kosten führen.

Autotypie

Definition:
Mit Autotypie bezeichnet man ein durch Rasterung für den Druck aufbereitetes Halbtonbild. Es handelt sich dabei eigentlich um ein reines Schwarzweiß-Bild, bei der die Rasterung Halbtöne nur vortäuscht.

Autotypische Farbmischung

Definition:
Die Art und Weise, wie beim Drucken gerasterter, farbiger Bilder der Farbeindruck entsteht. Die einzelnen Rasterpunkte werden teils nebeneinander, teils übereinander gedruckt. Daher findet sowohl additive als auch subtraktive Farbmischung statt. Auch unbedruckte, weiße Bildstellen tragen zum Farbeindruck bei.

Autotypische Rasterung

Definition:
Auch amplitudenmodulierte Rasterung genannt. Ein Verfahren um im Druck verschiedene Grau- und Farbtöne wiederzugeben. Im Gegensatz zur frequenzmodulierten Rasterung stehen die Bildpunkte bei der A.R. immer im gleichen Abstand zueinander und verändern für die verschiedenen Grauwerte lediglich ihre Größe.

Barock-Antiqua

Definition:
Bei Barock-Antiqua-Schriften sind horizontale Serifen symmetrisch und ohne Kehlung. Charakteristisch ist ferner ein stark ausgeprägter Strichstärkenkontrast. Die Querstriche sind waagrecht. Bekannte Schriftarten sind die „Caslon Old Face" oder „Baskerville"

Bastardschriften

Definition:
Als Bastardschriften bezeichnet man Schriften, die Merkmale verschiedener Stilrichtungen zeigen, etwa von Fraktur- und Antiqua-Schriften.

Bebilderung

Definition:
Bezeichnung für die dauerhafte Übertragung von Druckdaten auf eine Druckform für den anschließenden Druckprozess.

Belichter

Definition:
Der Belichter markiert den Übergang von der elektronischen Bearbeitung zur fotomechanischen Herstellung. Belichter arbeiten zumeist mit einem Laser, der die Druckvorlage zeilenweise auf das zu belichtende Material zeichnet. Dies ist entweder ein Film, der zur Herstellung der Druckplatte dient, oder die Druckplatte selbst. In diesem Fall spricht man von „Computer-to-Plate".

Beschnitt / Anschnitt

Definition:
Technisch notwendiger Papierrand, der über das Endformat hinausgeht. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber geschnittenes Endprodukt. Siehe auch Anschnitt. Oder siehe unsere Tipps im Service-Bereich.

Bézier-Kurven

Definition:
Mit Bézier-Kurven bezeichnet man ein Verfahren zum Zeichnen von Kurvenzügen und Flächen mit dem Computer. Diese Kurvenbeschreibung benützt zum Zeichnen einzelne Stützpunkte (auch Ankerpunkte genannt) und Steuerpunkte, die Länge, Lage und Verlauf einer Kurve bestimmen. Viele gängige vektororientierte Grafikprogramme arbeiten so. Die Seitenbeschreibungssprache Postscript verwendet für die Beschreibung gekrümmter Linien ebenfalls Bézier-Kurven.

Bildschirmfarben

Definition:
Bildschirme verwenden im Gegensatz zu Ausgabegeräten wie Inkjet-Drucker usw., den RGB-Farbraum. siehe auch additive Farbmischung.

Binäres Zahlensystem

Definition:
Digitale Informationen sind binär verschlüsselt, wenn sie nur mit Hilfe der beiden Zahlen „Null" und „Eins" kodiert wurden.

Bit-Tiefe

Definition:
Die Bit-Tiefe bezeichnet die Anzahl von Bits, die ein Bildpunkt an Farbtiefe darstellen kann. Üblich sind im Druckgewerbe 24bit = 8bit je RGB-Farbe = 256 Farbtöne je RGB-Farbe = 16,6 Mio Farbwerte insgesamt.

Bitmap

Definition:
Einfaches Grafikformat. Der Bildinhalt wird punktweise gespeichert. Kann nicht beliebig vergrößert werden. Übliche Bitmap-Formate sind: JPG, TIFF, BMP

Black-Overprint

Definition:
Schwarz überdruckt in der Regel die Buntfarben, d.h. die Buntfarben werden unter Schwarz nicht ausgespart. Dies verhindert Blitzer.

Bleisatz

Definition:
Der Bleisatz ist das älteste Satzverfahren. Das Grundprinzip wurde im Jahre 1440 von Johannes Gutenberg entwickelt und beruht darauf, dass einzelne Buchstaben (Drucktypen) zu einer Zeile zusammengesetzt werden und diese wiederum zu Kolummnen und Seiten. Die Drucktypen bestehen zum größten Teil aus Blei und wurden von Schriftgießereien hergestellt. Im ausklingenden 19. Jahrhundert kam der „maschinelle Bleisatz" auf, hier wurden keine Drucktypen mehr gesetzt, sondern Matritzen (Gussformen), die, wenn die Zeile komplett war, mit Blei ausgegossen wurde. Aus dieser Zeit stammen Firmen, die heute noch viele Schriftlizenzen inne haben: wie Monotype, Linotype (heute Heldelberg PrePress) oder Berthold. Der Bleisatz spielt heute keine Bedeutung mehr, aber viele Regeln und Begriffe kommen daher, wie Schriftklassifizierungen, das typographische Maßsystem, Setzkasten (ja, der, der an der Wand hängt) usw.

Blindtext

Definition:
Mit Blindtext bezeichnet man Text mit unsinnigem Inhalt, der in gestalteten Seiten den textlichen Eindruck vermitteln soll oder als Platzhalter dient.

Blocksatz

Definition:
Text, der links und rechts bündig abschließt.

Buntaufbau

Definition:
Ein Verfahren bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbdruck. Der Buntaufbau verwendet überwiegend die Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb um die gewünschten Farbtöne zu bilden. Schwarze Druckfarbe dient dazu, die dunklen Bildteile und Kontraste zu erzeugen. Um eine höhere Stabilität in der Farbführung zu erreichen wird der Buntaufbau heute nicht mehr angewendet. Siehe auch Unbuntaufbau, GCR, UCR

Cicero

Definition:
Im typographischen Maßsystem ist Cicero die Bezeichnung für zwölf typographische Punkte zu 0,366 mm (etwa 4,5 mm).

CIE

Definition:
Die Commission Internationale de l'Eclairage ist eine Normen-Organisation, die Standards für die Farbendefinition entwickelt. Am bekanntesten ist der Farbraum CIE Lab, der 1966 definiert wurde.

CMS

Definition:
Abkürzung für Color-Management-System (Farbmanagementsystem)

CMYK

Definition:
Cyan, Magenta, Yellow, Black (Key) (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) Druckfarben für den Vierfarbdruck – subtraktive Farbmischung.

Color Management

Definition:
Englischer Ausdruck für Farbmanagement

ColorSync

Definition:
Ein Farbmanagementsystem von Apple, welches auf Betriebssystemebene arbeitet.

Composite

Definition:
Eine Druckdatei, die noch nicht farbsepariert ist.

Computer-to-Film CTF

Definition:
Mit Computer-to-Film wird das Verfahren zur Erzeugung von Filmen für die Druckplattenerstellung bezeichnet, bei dem die Bogenmontage elektronisch erfolgt.

Computer-to-Plate CTP

Definition:
Bei dem Verfahren Computer-to-Plate werden Daten aus dem Computer direkt ohne das Übertragungsmedium Film auf die Druckplatte belichtet.

Crossmedia

Definition:
Mir Cross-Media bezeichnet man die mehrfache Nutzung von Daten für verschiedene Medien. So können dieselben Daten für die Erzeugung von Drucksachen aber auch von CD-Inhalten und Webseiten dienen.

CSS

Definition:
Cascading Style Sheets. CSS ist ein Standard zur Beschreibung der Layouteigenschaften von HTML-Dokumenten.

Cyan

Definition:
Blaugrüne Grundfarbe in der subtraktiven Farbmischung

Cyan-Überhang

Definition:
Im Vierfarbdruck benötigt man in den meisten Fällen entgegen der Theorie nicht etwa gleiche Anteile der Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb um neutrales Grau zu erzeugen, sondern einen größeren Anteil von Cyan. Der zusätzlich notwendige Cyan-Anteil wird mit Cyan-Überhang bezeichnet.

Database-Publishing

Definition:
Erstellung von Printprodukten oder Publikationen direkt aus Datenbanken.

Dateiformate

Definition:
Strukturelle Beschreibung, wie digitale Daten gespeichert werden. Fast jedes Programm verwendet ein eigenes Dateiformat. Die Verschlüsselungsart ist oft unbekannt, sodass die Datei nur vom Original-Erstellungsprogramm geöffnet werden kann. Daher gibt es Datenaustausch-Formate wie z. B. PDF, RTF, JPG oder EPS.

Datenbank

Definition:
Digitale Bibliothek, die das gezielte Wiederauffinden der Daten per Computer ermöglicht. Die bekannteste Datenbankart ist die relationale Datenbank, in der die Daten in Form von Tabellen vorliegen, die durch Indizes geordnet und untereinander verknüpft werden.

Datenkompression

Definition:
Die Verringerung des von Daten beanspruchten Speicherplatzes durch die Optimierung der binären Darstellung. Man unterscheidet zwischen Kompressionsverfahren, die mit Verlust an Informationen einhergehen und verlustfreien Verfahren. Verfahren mit Informationsverlusten sind JPEG für Bilder und MP3 für Musik. Im Gegensatz dazu sind verlustfreie Verfahren z.B. TIFF für Bilder und WAV für Musik.

DCS

Definition:
DCS steht für Desktop Color Separation (Farbseparation am Arbeitsplatz), eine vom Softwarehersteller Quark eingeführte Erweiterung des Encapsulated Postscript (EPS).

Dickte

Definition:
Als traditioneller Begriff aus der Typographie bedeutete die Dickte ursprünglich die Breite des Kegels eines Buchstabens. Heute entspricht die Dickte der Laufweite eines Buchstabens zusammen mit dem „Fleisch", dem notwendigen zu beiden Seiten.

Digitale Fotografie

Definition:
Verfahren, das Bildinformationen mittels CCD-Flächensensor direkt digital speichert und für den Computer verarbeitbar macht.

Digitale Signatur

Definition:
Eine elektronische Unterschrift, eine Art „Siegel", die mit kryptographischer Verschlüsselungssoftware erstellt wird. In der elektronischen Kommunikation ersetzt die Digitale Signatur die handschriftliche Unterschrift.

Digitalisieren

Definition:
Umsetzen von beliebigen (analogen) Vorlagen in digitale Werte.

Divis

Definition:
Trennungs- oder Bindestrich

dpi

Definition:
dots per inch – Maß für die Auflösung von Daten und Bildern für die Ausgabe am Belichter oder Drucker. 600 dpi bedeutet z.B., dass 236 Punkte je Zentimeter gedruckt werden. (Ein inch sind 2,54 cm)

Druckauflösung

Definition:
Unter Druckauflösung versteht man, wie fein ein Druckbild aufgebaut ist – also wie viele Bildpunkte pro Einheit gedruckt werden. Sie bestimmt, wie scharf, detailliert und sauber Texte und Bilder erscheinen. Die Druckauflösung wird in dpi angegeben  (dots per inch = Punkte pro Zoll).
• 300 dpi ist Standard für hochwertigen Druck
• 150 dpi ist ausreichend für große Formate
• 72 dpi ist Monitorauflösung und für den Druck ungeeignet.

Druckkennlinie

Definition:
Die Druckkennlinie ist eine Kurve im xy-Koordinatensystem, die den Zusammenhang zwischen den Tonwerten einer gerasterten Druckvorlage und des Druckerzeugnisses zeigt.

Druckkontrollstreifen

Definition:
Sie werden an den Rändern des Druckbogens mitgedruckt und dienen der Beurteilung der Druckqualität z.B. der Farbdichte, der Passgenauigkeit, der Graubalance oder der Druckprobleme.

Druckvorstufe

Definition:
Alle Arbeitsgänge, die vom Ausgangsmaterial (Texte, Bilder, Grafiken, Layouts) bis zur Erstellung der fertigen Druckform erforderlich sind.

DTP

Definition:
Abkürzung für Desktop Publishing (sinngemäß aus dem Englischen: Publizieren auf dem Schreibtisch). Es umfasst die Arbeitsvorgänge Satzerstellung, Layout, Seitenumbruch und Bildmontage am Computer.

Durchschuss

Definition:
Durchschuss ist der Zwischenraum zwischen den Zeilen eines Textes. Der Begriff stammt aus dem Bleisatz, bei dem nicht druckendes Blindmaterial, so genannte Regletten, zwischen die Zeilen „geschossen" wurden.

Durchsicht-Vorlagen

Definition:
Durchsicht-Vorlagen sind transparent, wie z.B. Dias.

ECI

Definition:
Die European Color Initiative, abgekürzt ECI, ist ein Zusammenschluss von Experten, die sich mit Farbdaten in der digitalen Produktion beschäftigt. Ihre Ziele beschreibt die ECI unter anderem mit der Verarbeitung und dem Austausch von Farbdaten über Mediengrenzen hinweg auf der Basis der Color-Management-Standards des International Color Consortiums (ICC).

Einzug

Definition:
Man versteht darunter das Einrücken einer oder mehrerer Zeilen eines Absatzes von der Satzspiegel- oder der Spaltenkante.

Entrastern

Definition:
Scannt man bereits gedruckte Bilder ein, so entstehen beim Druck Strukturmuster, sogenannte Moires, die durch die Überlagerung der Raster verursacht werden. Mit Entrasterungs-Filtern wird dieser Störeffekt beseitigt, dadurch entsteht aber zumeist eine gewisse Unschärfe.

eps

Definition:
Encapsulated PostScript. Bildformat, das in gängigen Grafikprogrammen erzeugt werden kann. Es enthält in der Regel vektorbasierte Grafiken, kann aber auch Bitmap-Bilder oder Text enthalten.

Farbauszug

Definition:
Der Farbanteil einer Druckvorlage, die einer Farbe eines Mehrfarbendrucks entspricht. Für den meist verwendeten Vierfarb-Druck mit dem CMYK-Farbmodell sind vier Farbauszüge (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) erforderlich, die zur Herstellung der entsprechenden Druckplatten dienen. Alle Farbauszüge, die zusammen die farbige Vorlage ergeben, nennt man Farbsatz.

Farbmanagement

Definition:
Die Steuerung der Farbwiedergabe in einem digitalen Produktionsprozess (neudeutsch: Workflow). Die verschiedenen Ein- und Ausgabegeräte vom Scanner bis zur Druckmaschine arbeiten gerätebedingt mit unterschiedlichen Farbräumen (wie z.B. RGB oder CMYK). Um die Farbtreue über den Produktionsprozess hinweg zu vereinheitlichen, werden Farbprofile für die beteiligten Geräte eingesetzt. Farben aus einem Farbraum, die in einem anderen nicht darstellbar sind, werden weitmöglichst angenähert (der RGB-Farbraum ist z.B. größer als der CMYK-Farbraum).

Farbort

Definition:
Der Farbort eines weißen Papieres ist eine Angabe zu seinem Farbton, der rötlich, grünlich oder bläulich sein kein. Nicht zu verwechseln mit dem Weißgrad des Papieres.

Farbprofil

Definition:
Das Farbprofil eines EIn- oder Ausgabegeräts (Scanner, Bildschirm, Drucker, Druckmaschine etc.) gibt an, wie sich die von dem Gerät gelieferten Farben im Verhältnis zu einem übergeordneten, geräteunabhängigen Farbsystem verhalten.

Farbraum

Definition:
Der Farbraum ist die Menge aller durch ein Farbsystem darstellbaren Farbtöne. Bekannte Farbsysteme sind RGB und CMYK. Der RGB-Farbraum ist größer als der CMYK-Farbraum.

Farbsatz

Definition:
Als Farbsatz bezeichnet man alle Farbauszüge für die Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Diese geben im Zusammendruck die farbige Vorlage wieder. Ein Farbsatz wird heute mit moderner Computertechnik separiert. Siehe Farbseparation

Farbseparation

Definition:
Farbseparation ist die Zerlegung farbiger Druckvorlagen in getrennte einfarbige Farbauszüge. Für jede Farbe, die im späteren Druckvorgang getrennt gedruckt wird, muss ein eigener Farbauszug erzeugt werden, der die entsprechenden Anteile der betreffenden Farbe enthält. In der Regel sind dies die vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz des CMYK-Farbsystems. Die Farbauszüge wurden früher manuell mit der Reprokamera erzeugt, heute jedoch ausschließlich auf elektronischem Weg.

Farbtiefe

Definition:
Farbtiefe (auch Bit-Tiefe) ist die Anzahl von (digitalen) Bits, die zur Speicherung der Farbinformation eines Bildpunktes im Pixelformat benötigt werden.

Farbumfang

Definition:
Der Farbumfang eines Farbraums beinhaltet alle Farben, die mit ihm dargestellt werden können. Das Lab-Farbsystem hat den größten Farbumfang, RGB- und CMYK-Farbräume einen deutlich kleineren.

Flattersatz

Definition:
Flattersatz ist die Variation von Zeilenlängen einer Textspalte als gestalterisches Mittel.

Focoltone

Definition:
Focoltone ist ein System von 663 Farben im CMYK-Farbraum. Zu jedem Farbton sind Cyan-, Magenta-, Gelb- und Schwarzanteile angegeben, sodass er sich im CMYK-Modus wiedergeben lässt. Das Farbsystem Focoltone stammt von der gleichnamigen Tochtergesellschaft der A&P Multimedia Ltd. aus Singapur. In Deutschland unüblich.

FOGRA

Definition:
Forschungsgesellschaft Druck e.V., München

Font

Definition:
Font ist der englische Begriff für eine Schriftform. Ein Schrifttyp besitzt in der Regel mehrere Schriftformen mit verschiedenen Strichstärken und Varianten.

Formsatz

Definition:
Formsatz ist eine Textgestaltung, bei der die Zeilenlängen einem unregelmäßigen Verlauf folgen – etwa bei einem grafisches Element.

Fotosatz

Definition:
Mit Fotosatz bezeichnete man die ersten Verfahren des Lichtsatzes, bei denen Schriftzeichen optisch von einer Vorlage auf einen Film übertragen wurden.

Fraktur

Definition:
Die Schriftform Fraktur entstand im 16. Jahrhundert und war bis ins 20. Jahrhundert hinein eine gängige Schriftform in Deutschland. Ihren Namen erhält die Schrift durch die gebrochenen Linienzüge, in denen sie ursprünglich mit der Hand geschrieben wurde. Als Vorläufer der Fraktur gelten die gotische Schrift, in der Johannes Gutenberg seine 42-zeilige Bibel setzte, und die Schwabacher Schrift, in der die ersten Luther-Bibeln gedruckt wurden.

Französische Renaissance-Antiqua

Definition:
An der Formgebung der französischen Renaissance-Antiqua war maßgeblich der Typograph Claude Garamond (1480 – 1561) beteiligt.

Freistellen

Definition:
Die Trennung eines Bildelements vom Hintergrund nennt man Freistellen.

Frequenzmodulierte Rasterung (FM)

Definition:
Bei diesem – auch stochastische Rasterung genannten – Verfahren zur Auflösung von Bildern in Rasterpunkte werden diese Punkte zufällig auf der Bildfläche verteilt. Je nach der darzustellenden Helligkeit wird dabei die Dichte der Punkte variiert. Daher hat dieser Raster auch kein Moire und keine Rosetten. Die herkömmliche, amplitudenmodulierte (AM) Rasterung arbeitet dagegen mit einem festen Punktabstand, wobei sich die Größe der einzelnen Rasterpunkte nach der Bildhelligkeit richtet. Die frequenzmodulierte Rasterung bringt eine verbesserte Bildqualität, ist aber für technische Raster nicht geeignet.

Gamma

Definition:
Der griechische Buchstabe Gamma bezeichnet in der Reprotechnik den Verlauf der Gradation einer Abbildung, das heißt, ihrer Helligkeitswerte im Verhältnis zur Vorlage.

Ganzseitenmontage

Definition:
Unter Ganzseitenmontage versteht man die Positionierung von Texten, Grafiken und Bildern auf einer Seite. Dabei erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Die Ganzseite wird anschließend direkt auf einen Film ausgegeben. Eine manuelle Seitenmontage entfällt.

GATF

Definition:
Die GATF (Graphis Arts Technical Foundation) ist ein US-amerikanische technische Vereinigung der Druckindustrie mit Sitz in Sewickley/Pennsylvania. Die Anfang 1999 mit dem US-Druckereiverband Printing Industries of America (PIA) vereinigte Organisation hat rund 14.000 Mitglieder in 60 Ländern der Erde.

GCR

Definition:
Abkürzung für „Gray Component Replacement" = Unbuntaufbau. Bei diesem Farbseparationsverfahren werden Farben, die zusammen Grau ergeben entfernt und durch den analogen Anteil an Schwarz ersetzt. Es wird durchgeführt, um die Farbmenge zu reduzieren und Farbverschiebungen zu vermeiden.

Gebrochene Schriften

Definition:
Zu den so genannten gebrochenen Schriften zählen gemäß der DIN 16518 die gotische und rundgotische (Rotunda) Schrift sowie die Schwabacher, die Fraktur und Frakturvarianten. Diese Schriften entstanden zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert. Die Kleinbuchstaben kennzeichnet ihre eckige Gestaltung. Sie sind häufig aus aneinander angefügten Geraden entworfen. Die Großbuchstaben dieser Schriften dagegen weisen starke Rundungen auf und wirken im Verhältnis zu ihrer Größe relativ breit.

Gemeine

Definition:
Bezeichnung für alle Kleinbuchstaben.

Gestaltungsraster

Definition:
Bei Büchern und wiederkehrenden Publikationen sollte sich das Layout an einem Gestaltungsraster orientieren, der die Seite z. B. in 16 Rechtecke unterteilt und in dem steht, dass ein Foto im Hochformat zwei Rechtecke einnimmt oder, dass eine Überschrift 1. Kategorie die obersten Rechtecke komplett besetzt usw.

Geviert

Definition:
Quadratische Fläche; Seitenlänge ist die Schriftgröße (bzw. Kegelgröße) (s. a. typographisches Maßsystem)

GIF

Definition:
Als Abkürzung für „Graphics Interchange Format" bezeichnet GIF ein Datenformat zur Platz sparenden Speicherung von Bildern und Grafiken. Es arbeitet mit verlustbehafteter Komprimierung und erlaubt die Darstellung von 256 Farben aus einer beliebigen Palette. Das Datenformat wurde 1986 von dem Online-Dienst Compuserve eingeführt und zählt damit zu den älteren seiner Art. Bis heute ist GIF eines der gebräuchlichsten Formate für das Publizieren im Internet und erlaubt in einer abgewandelten Form auch die Darstellung animierter Bilder („animated GIF").

Glyphe

Definition:
Eine Glyphe ist ein in Stein gegrabenes Zeichen. In der Typographie bezeichnet man einen Buchstaben, den ein Zeichensatz in mehreren Formen enthält, als Glyphe. Zum Beispiel hat in der Deutschen Schrift und im griechischen Alphabet der Buchstabe „s" diese Eigenschaft.

Goldener Schnitt

Definition:
Schönheitsgesetz für die Harmonie der Proportionen, das bei der Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst, der Typografie u. a. eine besondere Bedeutung besitzt. Typische Seitenverhältnisse sind 5 : 8 oder 8 : 13

Gotische Schrift

Definition:
Unter dem Begriff gotische Schrift versteht man alle Schriften des 11. bis 16. Jahrhunderts. Die gotische Minuskel entwickelte sich im 11. Jahrhundert in Nordfrankreich aus der karolingischen und verbreitete sich über ganz Europa. Mit Textur und Rotunda erfuhr der Schrifttyp Ende des 12. Jahrhunderts zwei verschiedene Ausprägungen. Charakteristisch für die gotische Minuskel sind schlanke Formen, Zierfüßchen und -köpfchen und Haarstriche zwischen den Buchstaben. Die Bezeichnung „gotisch" drückt die Verachtung der Humanisten gegenüber diesem als barbarisch empfundenen Schrifttyp aus, mit dem Goten Wulfila (um 311 bis 383), der eine neue Schrift für die gotische Sprache erfand, hat er nichts zu tun.

Gradation

Definition:
Die Gradation (auch Gammawert) eines Bildes – etwa einer Fotografie oder einer in einem Computer gespeicherten elektronischen Darstellung – gibt an, in welcher Abstufung die Grauwerte des Originals wiedergegeben werden. Bei einer flachen Gradation gibt es viele Abstufungen zwischen Weiß und Schwarz, bei einer steilen Gradation entsprechend weniger bis hin zu reinem Schwarzweiß. Man spricht dabei auch von einer weichen bis harten Darstellung

Gradationskurve

Definition:
Grafische Beschreibung der Tonwertwiedergabe (Dichtewerte der Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz im gedruckten Bild). Verglichen wird der erwartete Tonwert mit dem tatsächlich gemessenen Tonwert.

Graubalance

Definition:
Das ausgewogene Verhältnis der Einzelfarben beim Vierfarb-Druck nennt man Farbbalance oder Graubalance. Sie ist gegeben, wenn grau zu druckende Bereiche auch grau erscheinen. Gibt es einen Farbüberschuss einer Farbe, hat der graue Bereich einen deutlichen Farbstich.

Graukeil

Definition:
Gedruckte Skala mit Grautönen von Weiß bis Schwarz zum Zwecke der korrekten Belichtung und Druck von schwarz-weißen Rasteraufnahmen. Wird auch zum Scannen verwendet, wenn 1 : 1-Wiedergabe notwendig ist.

Graustufen

Definition:
Tonwertabstufungen einer Halbton-Bildvorlage, die digital gespeichert werden.

Grotesk-Schrift

Definition:
Unter dem Begriff Grotesk-Schrift fasst man Schriftarten zusammen, deren Buchstaben gleichbleibende Strichstärken haben und keine Endstriche oder Serifen tragen. Vielverwendete Beispiele für solche serifenlosen Schriften sind die Futura, die Helvetica, die Arial, die Optima, die Univers, die Franklin Gothic und die Frutiger. Grotesk-Schriften gelten allgemein als funktionell und modern und werden vor allem aus grafischen Gründen verwendet. Vom Standpunkt der Lesbarkeit sind sie für laufenden Text weniger gut geeignet als Serifenschriften.

Grundfarben

Definition:
Nicht zu ermischende Farben. Die additivenen Grundfarben (Lichtfarben) sind Rot, Grün und Blau; die subtraktiven Grundfarben (Körperfarben) sind Cyan, Magenta und Gelb.

GUI

Definition:
Graphical User Interface. Grafische Benutzeroberfläche. Das GUI bietet dem Computernutzer eine visuelle Oberfläche mit Symbolen (engl.: icons) für verschiedene Arbeitsmittel und Programme. Zusätzlich enthält es die Bedien- und Anzeigeelemente eines Programms oder Betriebssystems (neben Icons auch Dialogfelder, Menüs und Fenster), die dem Anwender die Benutzung wesentlich erleichtern.

Guillochen

Definition:
Mit Guillochen (franz. guilloche – Grabstichel) bezeichnet man feine, ineinander verschlungene, geometrische Linienmuster oder Ornamente. Sie werden auf Banknoten, Wertpapieren, Urkunden etc. gedruckt, um das Fälschen zu erschweren. Guillochen dienen oft auch als Rasterlinien für Abbildungen. Metallene Kunstgegenstände erhalten nicht selten von Hand oder maschinell eingravierte Guillochen als Verzierung.

Halbton

Definition:
Alle Vorlagen in denen reine Farb- und Grauabstufungen vorkommen, wie Fotografien, Bleistift-Zeichnungen, Aquarelle usw. aber keine Rastervorlagen.

Halbtonvorlage

Definition:
Mit Halbtonvorlagen bezeichnet man allgemein Druckvorlagen mit mehr als einer Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.

HiFi-Color-Druck

Definition:
Mit HiFi-Color-Druck (HiFi = englisch High Fidelity – hohe Wiedergabetreue) bezeichnet man den Farbdruck mit mehr als drei Grundfarben und Schwarz, um besonderes hochwertige Ergebnisse zu erzielen. Für den Siebenfarben-Druck lassen sich beispielsweise die üblichen Prozessfarben Cyan, Magenta und Gelb durch ihre jeweiligen Komplementärfarben Rot, Grün und Blau ergänzen.

High-Res-Datei

Definition:
High-Resolution-Datei ist eine hochaufgelöste Bilddatei, die zur Belichtung oder zum Ausdruck verwendet wird. Sie hat meist eine Auflösung von 300 -> dpi. Von diesem Datenbestand wird die -> Low-Res-Datei zur Platzierung erzeugt.

HKS-Farben

Definition:
HKS ist ein Mischsystem für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung.

Hochzeit

Definition:
Als Hochzeit bezeichnet man scherzhaft ein im laufenden Text fälschlich doppelt gesetztes Wort.

HPGL

Definition:
HPGL (Hewlett-Packard Graphic Language) ist ursprünglich eine vom amerikanischen Hersteller Hewlett-Packard entwickelte Befehlssprache zur Ansteuerung von Plottern. Heute können auch viele Drucker in HPGL codierte Zeichnungen ausgeben.

HSB

Definition:
Das Farbmodell HSB arbeitet zur Beschreibung von Farben analog zur menschlichen Farbwahrnehmung mit den drei Größen Farbton (Hue), Sättigung (Saturation, auch Chroma) und Helligkeit (Brightness, auch Luminance). Der Farbton ist durch seine Position auf einem Farbkreis definiert und wird durch einen Winkel zwischen 0 und 360° angegeben. Die Sättigung entspricht dem Anteil von Grau in der Farbmischung und hat Werte zwischen 0 Prozent für grau und 100 Prozent für die reine Farbe. Für die Helligkeit gibt es ebenfalls einen Wert zwischen 0 Prozent für Schwarz und 100 Prozent für Weiß.

Hurenkinder

Definition:
Einzelne Absatzzeilen am Anfang einer Spalte, die eigentlich noch zur vorhergehenden Spalte gehören (siehe auch Schusterjungen).

ICC-Profil

Definition:
Das „International Color Consortium" ist ein Interessenverband mehrerer Hersteller der grafischen Industrie unter Federführung des deutschen Forschungsinstitutes Fogra. Ziel ist die Vereinheitlichung der Farbwiedergabe nach CIE. Dazu dienen die ICC-Profile, in denen alle Farbeigenschaften eines Eingabegerätes (Kamera, Scanner) oder Ausgabegerätes (Drucker, Monitor) hinlänglich genau charakterisiert werden.

Initial

Definition:
Das Initial ist ein am Beginn eines Textes oder Absatzes aus dem übrigen Satzbild herausgehobener Buchstabe. Es ist größer als die Textschrift, sodass es zwei oder drei Zeilen belegt. In alten Handschriften zählen besondere Farben und reiche Verzierungen zu den Merkmalen der Initialen. Die ersten Initialen findet man in griechischen und koptischen Handschriften aus dem 4. Jahrhundert.

Interpolation

Definition:
Berechnung von Zwischenwerten. Wird beispielsweise ein Bild von der Scansoftware oder der Bildbearbeitung skaliert und/oder dessen Auflösung erhöht, müssen fehlende Pixel eingefügt werden. Im einfachsten Fall geschieht dies durch Pixelverdoppelung, für bessere Ergebnisse werden alle umliegenden Pixel berücksichtigt und nach speziellen, Verfahren (bikubisch bei RGB, quadrilinear bei CMYK) gemittelt. Faustregel: Es ist immer besser, ein Bild gleich in der benötigten optischen Auflösung zu scannen (sofern der Scanner dies hergibt!) als die Auflösung nachträglich durch Interpolation zu erhöhen.

Italienne

Definition:
Unter dem Sammelnamen Italienne fasst man in der Typografie Antiquaschriften zusammen, bei der die waagrechten Linien deutlich fetter als die senkrechten sind. Das gilt auch für die Serifen, die damit ihre ursprüngliche Funktion einbüßen und als bestimmendes – und oft bis ins Groteske gesteigertes – grafisches Gestaltungsmerkmal dienen. Italienne-Schriften verwendete man vor allem im 19. Jahrhundert für plakative Überschriften. In Anlehnung dazu dienen die Schriften heute für Plakate etc., die an diese Periode anknüpfen sollen. Typische Italienne-Schriften sind Playbill und Branding Iron.

JPEG, JPG

Definition:
Joint Photographics Experts Group. Dateiformat für Bilder. Die Bilder können in verschiedenen Qualitäten verlustbehaftet komprimiert werden.

Kalibrierung

Definition:
Allgemein bedeutet Kalibrierung der Abgleich von Geräten auf korrekte Funktion. In der Druckvorstufe dient die Kalibrierung von Ein- und Ausgabegeräten – Monitore, Scanner, Belichter u. a. – vor allem dazu, ihre Farbdarstellung zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Kapitälchen

Definition:
Kapitälchen sind Großbuchstaben in der Höhe der Kleinbuchstaben. Es werden also statt Kleinbuchstaben kleine Großbuchstaben eingesetzt.

Karolingische Minuskel

Definition:
Unter maßgeblichem Einfluss des angelsächsischen Gelehrten von Alkuin unter Karl dem Großen Ende des 8. Jahrhunderts im Frankenreich eingeführt, ist die Karolingische Minuskel vom neunten bis zum zwölften Jahrhundert die meistverwendete Buch- und Urkundenschrift im westlichen Europa. Sie besteht aus einfach geformten, gut lesbaren Kleinbuchstaben, die sich in vielen Details von antiken Schriften ableiten. Der deutlichste Unterschied dazu rührt von dem Gebrauch der geschnittenen Schreibfeder, die durch Variation von Druck und Winkel Linien unterschiedlicher Breite entstehen lässt. Die Karolingische Minuskel gilt als Vorläuferin unserer heutigen Kleinbuchstaben.

Kerning

Definition:
Mit dem englischen Begriff Kerning bezeichnet man die aus ästhetischen Gründen gezielte Variation der Abstände zwischen bestimmten Buchstabenpaaren innerhalb von Wörtern. Danach rückt man die Buchstaben A und V näher zusammen, um gleichzeitig zur Verbesserung des optischen Texteindruckes beispielsweise den Abstand zwischen W und V zu vergrößern. Überlappen sich beim Zusammenrücken die Grundflächen von zwei Buchstaben – etwa bei der Buchstabenkombination „Te" –, dann spricht man von Unterschneiden.

Klassizistische Antiqua

Definition:
Ab etwa 1660 entwickelte der italienische Typograph Giambattista Bodoni (1640 – 1813) aus der Barock-Antiqua des Franzosen Pierre Simon Fournier erstmals eine „klassizistische Antiqua". Auch der Franzose Firmin Didot (1664 – 1836) trug wesentlich zur Form dieser Schrift bei. Als deutscher Schriftgießer errang in diesem Zusammenhang Justus Erich Walbaum (1668 – 1839) Bedeutung. Zu den Merkmalen der klassizistischen Antiqua zählen Serifen und Anstriche mit horizontal-rechteckiger Form, stark tropfenförmige Abstriche, stark ausgeprägter Unterschied zwischen Haarund Grundstrich und Oberlängen der Kleinbuchstaben in gleicher Höhe mit den Großbuchstaben. Der früher noch erkennbare Handschriftencharakter ist bei dieser Schrift verschwunden. In Deutschland konnte sich die klassizistische Antiqua nicht gegen die Fraktur durchsetzen.

Kodak-Skala

Definition:
Druckfarben-Skala, die von der Firma Kodak für den Farben-Druck entwickelt wurde, die Hauptfarben sind Cyan, Gelb, Magenta. In der Kodak-Skala sind die Farben warm im Gegensatz zur DIN-Skala (kalt) und der Euroskala (neutral). Die Kodak-Skala wird hauptsächlich im englischsprachigen Raum verwendet. Die unterschiedlichen Farbeindrücke (Farb-Temperatur) sind der Hauptgrund, warum wir die amerikanischen Drucksachen oft für „kitschig" bzw. umgekehrt die Amerikaner unsere für zu „kalt" halten.

Kolumne

Definition:
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man mit Kolumne (von lateinisch „columna" – Säule) eine Textspalte einer Zeitung oder Zeitschrift oder auch einen kurzen, regelmäßig erscheinenden Meinungsartikel in dieser Form. In der Fachsprache der Drucker ist die Kolumne der zu einer Seite gestaltete Text eines Druckerzeugnisses. Die Angaben am oberen Seitenrand heißen dementsprachend Kolumnentitel. Dabei unterscheidet man so genannte lebende und tote Kolumnentitel. Erstere variieren nach dem Inhalt der betreffenden Seite. Letzere sind unveränderlich und enhalten beispielsweise feste Rubrikbezeichnungen oder auch Seitennummern.

Komplementärfarben

Definition:
Zwei Farben nennt man Komplementärfarben, wenn sie bei der additiven Farbmischung Weiß und subtraktiv gemischt Schwarz ergeben.

Kompresser Satz

Definition:
Satz ohne Zeilendurchschuss heißt kompresser Satz. Insbesondere gotische Schriften ergeben ein gutes Gesamtbild, wenn sie kompress gesetzt sind.

Komprimierung

Definition:
Verfahren, die der Reduktion der Datenmenge einer digitalen Datei dienen. Man unterscheidet zwischen der verlustfreien Komprimierung etwa nach Lempel-Ziv-Welch (LZW, optional etwa beim TIF-Format mit typischen Kompressionsraten von 1:2 bis 1:4) und der verlustbehafteten Komprimierung nach JPEG mit Kompressionsraten bis über 1:50.

Konkordanz

Definition:
Die typographische Maßeinheit Konkordanz entspricht 36 Punkt.

Kontrast

Definition:
Allgemein: Gegensatz; Unterschied zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen eines Bildes. In der Drucktechnik ist der „relative Druckkontrast" für den Andruck und Auflagendruck zur Festlegung der Normalfärbung wesentlich.

Konvertierung

Definition:
Übertragung von Daten von einem Format in ein anderes. Da beinahe jedes Programm Daten „auf seine Weise" speichert, ist es notwendig die Daten mittels Konvertierungsprogrammen oder -modulen umzuwandeln, damit sie in Layoutprogrammen und für den Druck verwendet werden können.

Korrekturabzug

Definition:
Probeabzug eines Satzes, anhand dessen Fehler erkannt und korrigiert werden können.

Korrekturzeichen

Definition:
Für die Korrektur von Texten haben sich im Druckgewerbe bestimmte Zeichen und zugehörige Regeln eingebürgert, die schließlich unter der Bezeichnung DIN 16 511 auch zur verbindlichen Norm erhoben wurden. In der DDR verwendete man nach dem Standard TGL 0-16511 zum Teil abweichende beziehungsweise zusätzliche Korrekturzeichen, die ebenfalls noch in Gebrauch sind.

Kursiv

Definition:
Ein Schriftschnitt, bei dem die Schrift nach links geneigt ist, nicht zu verwechseln mit schräg gestellt. Antiqua-Schriften haben ein komplett eigenständiges kursives Schriftbild.

Kyrillische Schrift

Definition:
Die kyrillische Schrift (benannt nach dem Slawenapostel Kyrillos, der von 826/26 bis 869 lebte) entstand – ursprünglich für den kirchlichen Gebrauch – aus dem griechischen Großbuchstaben-Alphabet („Majuskel"), das insbesondere den phonetischen Besonderheiten des Slawischen angepasst wurde. Die Schrift wird heute in einer inzwischen vereinfachten Form in Russland und einer Reihe von Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie in Bulgarien, Serbien und der Mongolei verwendet.

LAB-Format

Definition:
Der CIE-LAB-Farbraum wird aus der Helligkeitskomponente L, dem Gegenfarbenpaar Magenta/Grün a und dem Gegenfarbenpaar Gelb/Blau b gebildet. Die Grundidee der Gegenfarbentheorie besagt, dass eine Farbe (etwa Blau) und ihre Gegenfarbe (Gelb) niemals zusammen auftreten können und die beiden Gegenfarbenpaare a und b ausreichen, um jede Farbe definieren zu können. Die Helligkeit wird farbunabhängig mit L spezifiziert.

Laufweite

Definition:
Buchstabenabstand innerhalb eines Wortes.

Layout

Definition:
Grafischer Anordnungsplan einer Drucksache. Im Layout sollten Seitenformat, Satzspiegel, Stand der Textelemente, Stand der Grafiken und Fotos und farbliche Gestaltung enthalten sein. Bei wiederkehrenden Publikationen sollte auch ein Gestaltungsraster ersichtlich sein, nachdem man sich richten sollte.

Legende

Definition:
Als Legende (lateinisch „das zu Lesende") bezeichnet man erläuternde Texte bei Landkarten, grafischen Darstellungen, Tabellen etc., in denen die verwendeten grafischen Elemente (Symbole, Farben), Abkürzungen, Berechnungsmethoden und Ähnliches erklärt werden.

Lichter

Definition:
Bezeichnung für die hellen Bereiche einer Vorlage (0 bis 25 Prozent Tonwert). Die hellsten Bereiche (0 bis 5 Prozent Tonwert) heißen Hochlichter- das hellste Hochlicht heißt Spitzlicht.

Lichtsatz

Definition:
Als erstes grundlegend neues Verfahren für den Schriftsatz seit der Erfindung der Buchdruckkunst durch Johannes Gutenberg verwendet der Lichtsatz keine Formen aus festem Material zur Darstellung der Schriftzeichen. Vielmehr entsteht der gesetzte Text auf fotografischem Film. Ältere Maschinen bildeten dazu die Zeichen optisch mit einem Blitzlicht von einer negativ durchscheinenden, sich zumeist drehenden Vorlage oder von einem sehr hellen Bildschirm (Kathodenstrahlröhre) auf den Film ab. Den Übergang zum eigentlichen Computersatz markiert der Laserbelichter, bei dem analog zum Laserdrucker ein Laser-Lichtstrahl den Text, aber auch Bilder und andere Gestaltungselemente direkt auf den Film oder auch direkt auf eine Druckplatte schreibt.

Line- und Lith-Film

Definition:
Für die Reproduktion von Vorlagen können im grafischen Bereich keine Halbtönein Filmen gebraucht werden. Ein reprotauglicher Film darf nach der Belichtung nur zwei Farben aufweisen: Schwarz und Weiß (bzw. Transparent). Lith-Film arbeitet mit einer sehr viel steileren Graditation als Line-Film, in ihm sind garantiert keine anderen Tonwerte mehr enthalten. Leider ist er auch um einiges teurer und schwieriger in der Verarbeitung als Line-Film, so dass meistens Line-Film verwendet wird.

Linotype

Definition:
Als erste funktionierende und bis heute unübertroffene Zeilensetzmaschine revolutionierte die von Ottmar Mergenthaler 1882 patentierte Linotype das gesamte Druckwesen, insbesondere die Zeitungsherstellung. 1886 erstmals bei der Zeitung New York Tribune eingesetzt, blieb die Linotype trotz vieler Verbesserungen in ihren Grundfunktion bis zu ihrer Ablösung durch elektronische Setzverfahren gleich: Mit einer Schreibmaschinen ähnlichen Tastatur bedient, stellt sie Metallmatrizen von Buchstaben und anderen Zeichen sowie Zwischenräumen zu Druckzeilen zusammen, die in einem automatischen Vorgang mit einer Bleilegierung ausgegossen werden. Auf diese Weise entstehen Schriftzeilen, die man dann zu Textkolumnen zusammenstellen kann. Eine der wesentlichen Neuerungen der Linotype war der Einsatz und die Rückführung der Matrizen, welche die Maschine nach Gebrauch mit Hilfe eines mechanischen Kodiersystems automatisch wieder in ihre Vorratspositionen sortierte.

Litho

Definition:
Im Allgemeinen die Bezeichnung für eine gerasterte Vorlage (meist Film).

Lithographie

Definition:
Von Alois Senefelder 1689 erfunden, ist die Lithographie (griech. „Schreiben auf Stein") ein Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Steindruck. Die Druckvorlage wird mit spezieller Tinte oder Kreide direkt auf einen glattgeschliffenen Steinblock aus kohlensaurem Kalk (Calciumcarbonat – CaCO3) übertragen. Vor dem Einfärben mit öliger Druckfarbe wird der Steinblock angefeuchtet. Die beschriebenen Stellen nehmen anschließend die ölige Druckfarbe an, während der unveränderte Kalkstein die Farbe abstößt. Mit Lithographien (kurz „Litho") bezeichnet man umgangsprachlich auch Kopiervorlagen für den Offsetdruck (gerasterte Bilder, Strichätzungen).

Definition:
Meist Firmenzeichen, aber auch allgemeine Zeichen. Wenn das Logo aus einem charakteristischem Schriftzug besteht, spricht man von Typo-Logo.

Logotype

Definition:
In der Typografie nennt man häufig gebrauchte Buchstabenkombinationen Logotypen, zum Beispiel er, en, ung, ent. Im früheren Handsatz waren solche Zeichenfolgen zu einer Type vereinigt, um die Zahl der Griffe in den Setzkasten zu verringern. Allerdings erhöhte der Gebrauch von Logotypen die Zahl der Fächer in den Setzkästen, die dadurch bis zu 1248 solcher Abteilungen enthielten (normale Setzkästen 120, im 19. Jahrhundert rund 150 Fächer). Dadurch wuchs die Zahl der Fehler beim Ablegen gebrauchter Typen, was wiederum zu Zeitverlusten führte.

Low-Res-Datei

Definition:
Low-Resolution-Datei ist eine niedrig aufgelöste Bilddatei, die aus einer -> High-Res-Datei erzeugt wird. Sie hat meist nur eine Auflösung von 62 -> dpi und dadurch eine wesentlich geringere Datenmenge als ihre Mutterdatei. Diese Datei wird als Platzierungsdatei im -> Layoutprogramm verwendet.

lpi / lpc

Definition:
Maßeinheiten für die Rasterweite. lpi = lines per inch (Linien pro Zoll) lpc = lines per Centimeter (Linien pro Zentimeter)

Majuskel

Definition:
Majuskel ist die historische Bezeichnung für Großbuchstaben oder Versalien.

Manuskript

Definition:
Vorlage für Texte einer Drucksache

Marginalie

Definition:
Mit Marginalien bezeichnet man Randbemerkungen in Form von Texten und Bildern, die außerhalb des Satzspiegels auf dem Randsteg einer Druckseite angeordnet sind. Marginalien findet man vor allem in Büchern, die dafür geeignete, entsprechend breite Randstege besitzen.

Maskieren

Definition:
Mittels einer Maske können bestimmte Teile eines Bildes geschützt werden, so dass die ungeschützten Teile verändert werden können. Es können Masken mit harten Kanten sowie Verlaufsmasken erzeugt werden. Bei der digitalen Bildbearbeitung wird hier häufig ein Alpha-Kanal verwendet.

Mediamix

Definition:
Als Mediamix bezeichnet man den Einsatz verschiedener Medien, wie Fernsehen, Funk, Internet, Zeitung oder Fachzeitschriften, für Marketing- und Werbezwecke. Mit dem „richtigen Mix" soll die ins Auge gefasste Zielgruppe optimal angesprochen werden.

Medienneutral

Definition:
Bei der medienneutralen Bildspeicherung sind die Bilddaten in einem Format gespeichert, das noch alle Wege für die Endverarbeitung (etwa CD-ROM, DVD, Internet oder Print-Medium) offenlässt. Unter Fachleuten gilt der Farbraum CIE-LAB als am besten geeignet für die medienneutrale Bildspeicherung. (RGB-Bilder eignen sich primär nur für CD-ROM und Internet usw., also für Bildschirmausgabe, CMYK-Bilder primär für den Druck).

Metamere Farben

Definition:
Metamer oder bedingt gleich nennt man zwei oder mehrere Farben, die dem Auge gleich erscheinen, aber unterschiedliche Spektralverteilungen haben. Insbesondere lassen sich viele spektral reine Farben auch durch Mischung andere Farbtöne erzeugen, beispielsweise Orange durch eine Mischung aus Gelb und Rot. Für den Farbdruck ist von Bedeutung, dass die Mischung von metameren Farben jeweils zum selben Ergebnis führt. Andererseits können Farben, die unter einer bestimmten Beleuchtung metamer sind, unter Licht mit anderer Spektralverteilung wieder unterschiedlich erscheinen

Mikroschrift

Definition:
Mikroschrift ist eine äußerst kleine Schrift, die erst bei Vergrößerung durch eine starke Lupe lesbar wird. Sie dient auf Banknoten und anderen fälschungsgefährdeten Dokumenten als Sicherheitselement. Die Bildauflösung von Farbkopierern reicht beispielsweise nicht aus, um die Mikroschrift zu reproduzieren.

Minuskel

Definition:
Minuskel ist die historische Bezeichnung für Kleinbuchstaben oder Gemeine.

Moiré

Definition:
Mit Moiré (franz. Moiré – Gewebe mit Schillermuster) bezeichnet man eine störende Musterbildung, die bei Halbtonbildern erscheint, wenn sie aus bereits gedruckten Vorlagen angefertigt werden. Die Ursache liegt darin, dass das Raster der Vorlage das Raster des neuen Drucks überlagert. Außerdem können Moirés bei mehrfarbigen Bildern entstehen, wenn die einzelnen Farbauszüge nicht in der richtigen Rasterstellung aufgenommen werden. Auch durch geringfügige Abweichungen des Passers durch Papierverzug kann es zu einem Moiré-Effekt kommen.

Nonpareille

Definition:
Die typographische Maßeinheit Nonpareille entspricht 6 Punkt.

Oblique

Definition:
Mit oblique (engl. „schräg") bezeichnet man Schriften, die nach vorn geneigt dargestellt sind. Dies dient in der Regel als Ersatz für eine nicht vorhandene kursive Variante der betreffenden Schrifttype.

OCR

Definition:
OCR (Optical Character Recognition) bezeichnet das maschinelle Erkennen von Textvorlagen zur Über- bzw. Verarbeitung im Computer. Die Vorlage wird gescannt und ein Programm „liest" die Buchstaben und speichert diese als Text ab.

ODBC

Definition:
Open DataBase Connectivity steht für offene Datenbankverbindung. Dabei handelt es sich um eine standardisierte Methode, die den Zugriff auf Datenbanken erlaubt, ohne dass berücksichtigt werden muss, aus welchem Programm oder von welchem Betriebssystem aus der Zugriff erfolgt.

PageMaker

Definition:
Seitenlayoutprogramm. Der Pionier der DTP-Programme. Wurde in der grafischen Industrie durch Quark XPress und InDesign abgelöst.

PDF

Definition:
Das „Portable Document Format" ist das Dateiformat, das die Software Adobe Acrobat verwendet. Ursprünglich lag die Betonung ausschließlich auf der Portabilität, erkennbar daran, dass PDF-Dokumente nur Bildschirmauflösung (62 dpi) besaßen und hauptsächlich zur Firmen-Kommunikation über das Internet herangezogen wurden. Das Werkzeug „Acrobat Distiller" erzeugt aus einer Postscript-Druckdatei eine PDF-Datei. Diese kann dann mit dem „Acrobat Reader" gelesen werden. Um nachträglich Inhalte zu ändern, braucht man den PDF-Editor „Acrobat Exchange". Die neuere PDF-Spezifikation 1.2 erlaubt auch hochaufgelöste PDF-Dokumente, die drucktypische Anforderungen wie Überfüllungen, Separation und Rasterung meistern können.

PDF/X

Definition:
PDF/X ist die gemeinsame Bezeichnung für eine Gruppe von internationalen ISONormen zur Übermittlung von digitaler Druckvorlagen auf der Basis des geräteunabhängigen Datenformats PDF (Portable Dokument Format). Die im Frühsommer 2001 erschienene Norm PDF/X-1 (genauer: ISO 15930-1 PDF/X-1:2001) lässt nur geräteabhängige CMYK-Prozessfarben sowie Sonderfarben zu und erlaubt kein Colormanagement. Außerdem gibt es hier als Zwischenlösung auf dem Weg zum reinen PDF-Einsatz noch die Möglichkeit, Bilddaten in den Formaten EPS, DCS, TIFF oder TIFF/IT in PDF-Dateien einzulagern, dies lässt die Variante PDF/X-1a nicht mehr zu. Im Unterschied zu PDF/X-1 erlaubt die Anfang September 2002 veröffentlichte Norm PDF/X-3 (ISO 15930-3 PDF/X-3:2002) auch geräteunabhängige Farben und unterstützt darüber hinaus Ausgabegeräte, die mit dem RGB-Farbsystem arbeiten. PDF/X-4 (ISO 15930-7) wurde 2008 veröffentlicht und unterstützt alles, was moderne Workflows brauchen:  Transparenzen, Ebenen, ICC-Farbmanagement, RGB- und CMYK-Daten.

Petit

Definition:
Die typographische Maßeinheit Petit entspricht 8 Punkt.

Photoshop

Definition:
Das Programm Photoshop von Adobe Systems Inc. gilt als die führende Software zur digitalen Bildbearbeitung im Desktop-Publishing-Umfeld. Es ist für Macintosh-Rechner und für Windows-PCs erhältlich.

Pica

Definition:
Die typographische Maßeinheit Pica wird im angelsächsischen Raum verwendet und entspricht 12 Point (pt).

PICT

Definition:
Das Grafik-Datenformat PICT stammt von Apple und dient als Datenformat des grafischen Systems Quickdraw der Macintosh-Rechner des Herstellers vornehmlich zum Austausch grafischer Daten zwischen Anwendungen für diesen Computertyp. Die ursprüngliche Version PICT 1 erschien 1984 für den ersten Macintosh und unterstützte acht Farben. In Dateien im neueren Format PICT 2 lassen sich Bilder mit einer Farbtiefe von bis zu 32 Bit unterbringen. Darüber hinaus können solche PICT-Dateien auch Vektorgrafik aufnehmen, außerdem können die Bilddaten nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein. In PICT-Dateien sind alle Quickdraw-Befehle zur Darstellung der vorhandenen grafischen Daten enthalten.

Pixel

Definition:
Ein Pixel – die Abkürzung für Picture Element (engl. „Bildelement") – ist im Computerbereich die Bezeichnung für einen Bildpunkt, das heißt die kleinste Einheit eines digital dargestellten Bildes. Der Speicherbedarf eines aus Pixeln bestehenden Bildes richtet sich nach seiner Größe, seiner Auflösung, das heißt der Anzahl der Pixel pro Flächeneinheit, und der Anzahl darstellbarer Farben.

Pixelformat

Definition:
Format für die Speicherung von Bilddaten, bei dem jeder Bildpunkt im Rahmen der gegebenen Auflösung durch entsprechende Daten repräsentiert wird. Bildverarbeitungsprogramme wie Photoshop verwenden das Pixelformat; das meistverwendete ist TIFF (Tagged Image File Format). Das Pixelformat eignet sich vor allem für Realbilder, je nach Bildqualität ist sein Speicherbedarf aber sehr hoch.

PNG

Definition:
Die Abkürzung PNG steht für Portable Network Graphics; es handelt sich dabei um ein Rechner-unabhängiges Grafikformat. 1995 als zugleich leistungsfähigere und freie Alternative zum patentgeschützten Format GIF (Graphics Interchange Format) erschienen, dient PND vornehmlich zum Einsatz in Internet-Anwendungen. Anders als GIF arbeitet das Format mit verlustfreier Kompression und ermöglicht Darstellungen mit abgestufter Transparenz. Farben lassen sich mit bis zu 48 Bit Tiefe darstellen, und es gibt auch eine automatische Gamma-Korrektur. Im Gegensatz zu GIF erlaubt PNG keine Animationen, es gibt dafür jedoch das technisch sehr ähnliche Format MNG (Multiple-image Network Graphics).

Postscript

Definition:
Postscript ist die objektorientierte Seitenbeschreibungssprache der Firma Adobe, die aus einer Forschungsarbeit der Firma Xerox heraus entstanden ist. Postscript-Dokumente sind sowohl auflösungs- als auch geräteunabhängig in dem Sinne, dass jede Postscript-Seite auf jedem Belichter oder Drucker ausgegeben werden kann, der über einen Postscript-RIP verfügt (zumindest in der Theorie).

Preflight

Definition:
Mit dem englischen Begriff Preflight („vor dem Flug") bezeichnet man in der Computertechnik allgemein die Simulation eines Ausgabevorgangs mit Hilfe von Software. In der digitalen Druckvorstufe wird im Preflight die Ausgabedatei zunächst für die Darstellung auf einem Bildschirm aufbereitet. Dabei lassen sich beispielsweise Fehler erkennen, ehe man Ausgabematerial (Filme etc.) verbraucht hat.

Proof

Definition:
Digitalproof: farbverblindlicher Laser- oder Tintenstrahldruck direkt von der Datei, d. h. vor der Plattenherstellung. Formenproof: nicht farbverbindlicher Tintenstrahldruck vor der Herstellung von CtP-Platten.

Punkt

Definition:
Kleinste Einheit des typografischen Maßsystems.

Punze

Definition:
Die Punze ist der innere Raum eines Buchstaben, z. B. die Fläche in einem O.

Raster

Definition:
In der Reproduktion von Bildern versteht man unter einem Raster eine Fläche mit kleinen, regelmäßig oder zufällig angeordneten geometrischen Formen (z.B. runde, quadratische oder anders geformte Punkte, Linien). Mit seiner Hilfe setzt man Halbtonbilder in eine für das Drucken erforderliche reine Schwarzweißbeziehungsweise vollfarbige Darstellung um, indem man entweder die Größe oder die Häufigkeit der Elemente gemäß der Bildhelligkeit variieren lässt.

Raster-Proof

Definition:
Zusätzlich zur Layout- und Farbinformation dient ein Raster-Proof dazu, die Rasterstrukturen eines Drucks vorab zu kontrollieren. So lassen sich in diesem Bereich auftretende Fehler wie Moiré und Rosetteneffekte rechtzeitig erkennen. Da die Druckdaten vor der Rasterung der Bilder im Raster Image Processor (RIP) noch keine Rasterinformationen enthalten, muss vor der Anfertigung eines Raster-Proofs eine Rasterung erfolgen. Um Fehler auszuschließen, lässt man den Proofdrucker oft von demselben RIP ansteuern, der auch den Film- beziehungsweise den Plattenbelichter mit Daten versorgt.

Rasterweite

Definition:
Die Rasterweite bezeichnet, wie viele Rasterlinien auf einer bestimmten Fläche liegen. In Deutschland ist die Maßeinheit Linien pro cm (lpc). Es wird aber auch immer öfter international die Maßeinheit Linien pro inch (lpi) verwendet. Die Formeln zur Umrechnung: von lpc nach lpi: lpc x 2,54 = lpi von lpi nach lpc: lpi / 2,54 = lpc. Je nach Druckverfahren und Papiersorte muss bei Bildern die Rasterweite unterschiedlich sein.: 20 – 30 lpc: Zeitungspapier und Siebdruck 34 – 40 lpc: satiniertes Papier 40 – 54 lpc: maschinengestrichenes Papier 54 – 60 lpc: Kunstdruckpapier 60 bis 200 lpc..

Rasterwinkel

Definition:
Bei regelmäßigen Rastern gibt der Rasterwinkel die Richtung der Rasterung von der Senkrechten aus gemessen an. Für einfarbige Darstellungen ist die Diagonalstellung des Rasters (45 oder 135 Grad) üblich. Bei mehrfarbigem Druck sollte man für die verschiedenen Farben unterschiedliche Rasterwinkeln verwenden, um Überlagerungseffekte (Moiré) zu vermeiden. Nach der Norm DIN 16546 verwendet man für die vier Farben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz die Winkel 0, 15, 65 und 45 Grad.

Rausatz

Definition:
Rausatz heißt die Gestaltung von Text, bei der die Zeilen nicht durch entsprechende Vergrößerung der Wortabstände eine einheitliche Länge haben, der verfügbare Platz jedoch durch Worttrennungen bestmöglich ausgenutzt wird. Das Variieren der Zeilenlängen als bewusstes gestalterisches Mittel nennt man im Gegensatz dazu Flattersatz.

Redigitalisierung

Definition:
Wenn man Druckvorlagen in Form von Filmmaterial mit Hilfe von Scannern und Software wieder in digitale Daten verwandelt, spricht man von Redigitalisierung. Die Daten lassen sich in gängigen Dateiformaten speichern und können mit den entsprechenden Anwendungsprogrammen auch wieder bearbeitet werden. Auf diese Weise kann eine Druckerei beziehungsweise ein Prepress-Betrieb die eingescannten Filme im digitalen Workflow einsetzen. Eine Redigitalisierung findet häufig im Zusammenhang mit Anzeigen statt, wenn der Kunde als Druckvorlage Filme anstelle von Daten liefert. Es haben sich drei Redigitalisierungstechniken etabliert: Copydot (exakte digitale Kopie der Rastervorlage), Descreening (Entrasterung) und Mixed Mode (eine Kombination aus den beiden ersten Methoden). Welche Technik sich am besten eignet, hängt von der Art und der Qualität der Vorlage ab.

Reinzeichnung

Definition:
Bei der klassischen Reinzeichnung in der Druckvorlagenherstellung wird ein Teil der Seitenelemente noch abfotografiert und von Hand in eine Vorlage montiert. Bei der digitalen Reinzeichnung liegen alle Elemente eines Druckjobs (Texte, Bilder und Grafiken) digital vor und können deshalb am Stück auf Film belichtet werden.

Rendering

Definition:
Mit dem englischen Wort Rendering bezeichnet man die wirklichkeitsnahe Darstellung dreidimensionaler Modelle durch einen Computer – auf dem Bildschirm oder als Ausdruck. Dabei wird der betreffende Körper mit einer möglichst realistischen Oberfläche versehen, mit einer fiktiven Lichtquelle beleuchtet und mit Licht, Schatten, Reflexen etc. in eine ebenfalls räumliche Umgebung eingebettet.

Retusche

Definition:
Verbessern der Wiedergabe von Bildern durch Bearbeiten einer Vorlage und von positiven und negativen Filmen.

RGB

Definition:
Farbraum-Modell (Rot, Grün, Blau). Es basiert auf der additiven Farbmischung und ist deshalb für die Anzeige auf Fernsehgeräten und Monitoren besonders geeignet.

RIP

Definition:
Raster Image Prozessor. Hard- oder Software-RIPs rechnen PostScript-Dateien in ein Pixel-Format um, das auf dem jeweiligen Ausgabegerät gedruckt oder belichtet werden kann.

Rotunda

Definition:
Im Spätmittelalter vom 14. bis ins 16. Jahrhundert fand die Schrift Rotunda als vereinfachte Variante der Textur vor allem in Südeuropa Verbreitung und diente dort in typischer Weise zur Abfassung juristischer Texte in lateinischer Sprache. Die Rotunda verzichtet auf die betonten An- und Abstriche der Textur und setzt an die Stelle von dessen Linienbrechungen gespannte Rundungen.

RTF

Definition:
Die Abkürzung RTF steht für Rich Text Format (engl. „reichhaltiges Textformat"). Es handelt sich um ein Datenformat für Texte, das neben dem eigentlichen Text Angaben zur Schriftart und -größe sowie Formatierung enthält. Das Rich Text Format wurde von Microsoft als Software unabhängiges Format für formatierte Texte spezifiziert.

Satzspiegel

Definition:
Auf einer Druckseite ist der Satzspiegel die Fläche, die für Text und Abbildungen verwendet wird. Für die Größe des Satzspiegels im Verhältnis zur Seite gibt es einerseits technische Vorgaben, andererseits je nach dem Charakter des Druckerzeugnisses mehr oder weniger ausgeprägte gestalterische Bedingungen. Einige typische Elemente einer Druckseite liegen außerhalb des Seitenspiegels, etwa Marginalien (Randbemerkungen) und Seitenzahlen. Fußnoten und Kolumnentitel sind dagegen Teil des Satzspiegels.

Scanner

Definition:
Ein elektronisches Gerät, mit dem analoge Vorlagen, wie Fotos, Dias usw., in digitale Information umgesetzt werden und dann am Computer weiterverarbeitet werden können. Im Wesentlichen gibt es -> Trommelscanner und -> Flachbettscanner.

Scharfzeichnen

Definition:
Verfahren, bei dem ein Bild oder Teile davon geschärft werden. Bildbearbeitungs-Programme zeichnen über Filter scharf. Der meistbenutzte Scharfzeichnungsfilter in Adobe Photoshop hat den etwas irreführenden Namen „Unscharf maskieren". Highend-Scansoftwares unterstützen auch ein sogenanntes selektives Scharfzeichnen. Dabei kann der Schärfungsgrad von den Bedingungen abhängig gemacht werden. Beim Scan einer Porträtaufnahme etwa könnten Mitteltöne (Gesichtsfarben) weniger geschärft werden als die Tiefen (dunkle Haare).

Schmutztitel

Definition:
Mit Schmutztitel bezeichnet man eine Seite am Anfang eines Buches, die nur Verfasser und Buchtitel enthält. Weitere Namen für diese Seite sind Schutz-, Vor- oder Vorsatztitel, auch Antiporta.

Schnittmarken

Definition:
Schnittmarken markieren die Positionen, an denen der (End-)Beschnitt erfolgen soll.

Schnittstelle

Definition:
Bezeichnung für eine definierte Übergangsstelle zwischen Geräten, Programmen oder einzelnen Bereichen der Datenverarbeitung. Eine Standardisierung dieser Schnittstellen ist eine wesentliche Voraussetzung für die reibungslose Interaktion der einzelnen Komponenten.

Schrift(en)klassifikation

Definition:
Mit verschiedenen Schriftklassifikationen versucht man, die seit dem Anfängen des Buchdrucks bis heute entworfenen und verwendeten Druckschriften systematisch zu ordnen. Alle Klassifikationen verbinden formale und kulturgeschichtliche Gesichtspunkte, so auch die nicht unumstrittene DIN 16518 von 1964. Diese Norm definiert elf Schriftgruppen: venezianische Renaissance-Antiqua, französische Renaissance-Antiqua, Barock-Antiqua, klassizistische Antiqua, serifenbetonte Linear- Antiqua, serifenlose Linear-Antiqua, Antiquavarianten, Schreibschriften, handschriftliche Antiqua sowie gebrochene Schriften und fremde Schriften, die nicht aus dem römischen Alphabet entstammen. Die Einordnung erfolgt nach Formmerkmalen wie Stärke und Führung der Striche und Ausformung der Serifen. Die heutigen Mischformen und Varianten ermöglichen kaum noch eine eindeutige und Klassifizierung.

Schriftfamilie

Definition:
Schriftfamilie, bezeichnet die Gesamtheit aller Schriftschnitte einer Schrift.

Schriftgrad

Definition:
Der Schriftgrad beschreibt die Schriftgröße nach dem typografischen Maßsystem. Die Größe von Druckschriften lässt sich in drei Kategorien einteilen: Konsulationsgrößen (3 bis 8 Punkt) für beispielsweise Fußnoten, Lexika; Lesegrößen (9 bis 12 Punkt) für Bücher sowie Schaugrößen für Überschriften und Plakate.

Schriftgrößen

Definition:
Schriftgrößen orientieren sich noch immer nach dem typografischen Maßsystem und werden daher in Punkt angegeben.

Schriftgruppe

Definition:
siehe „Schriftklassifikation"

Schriftkegel

Definition:
Ursprünglich war der Schriftkegel der Bleikörper, auf dem der Buchstabe im Bleisatz aufsitzt. Heute ist der Schriftkegel eine fiktives Rechteck, das als Grundlage für die Angabe der Schriftgröße dient.

Schriftlinie

Definition:
Mit Schriftlinie bezeichnet man die untere Begrenzung der Buchstabenhöhe; sie wird auch Fuß- oder Grundlinie genannt. Der Buchstabe „steht" auf der Schriftlinie.

Schriftsatz

Definition:
Mit Schriftsatz bezeichnet man das Zusammenstellen von Schriftzeichen zu formatiertem Text als Material für die Herstellung von Druckvorlagen. Bis zur Erfindung von Setzmaschinen erfolgte der Schriftsatz von Hand mit einzelnen Typen. Die erste Umwälzung im Schriftsatz brachte die 1882 von Ottmar Mergenthaler patentierte Zeilensetzmaschine Linotype. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte der Schriftsatz zunehmend als Lichtsatz. Heute hat sich der Satzvorgang zusammen mit dem Seitenumbruch weitgehend als „Desktop Publishing" in den Computer selbst verlagert.

Schriftschnitt

Definition:
Ein Schriftschnitt ist eine von mehreren Versionen einer Schriftart. Verschiedene Schriftschnitte unterscheiden sich durch ihre Strichstärke, Laufweite oder Neigung, manchmal auch durch andere Merkmale voneinander – etwa mager, halbfett, fett, schmalfett, kursiv etc.

Schusterjunge

Definition:
Fachbezeichnung für die erste Zeile eines Absatzes, die aber am Ende einer Seite oder Spalte steht. Sollte auf jeden Fall verhindert werden. Siehe auch Hurenkind

Schwarzaufbau

Definition:
Mit dem Begriff Schwarzaufbau beschreibt man, wie die Farbe Schwarz innerhalb eines Satzes für den Vierfarbendruck eingesetzt wird. Theoretisch wird Schwarz im CMYKFarbsystem nicht benötigt, um die verschiedenen Farbtöne eines Bildes darzustellen. In der Praxis setzt man es zum Beispiel ein, um den Kontrast und die Detailzeichnung in dunklen Bereichen zu verbessern. Dient die Farbe nur zu diesem Zweck, für den nur wenig davon erforderlich ist, dann spricht man von kurzem Schwarz oder auch Skelettschwarz. Darüber hinaus kann Schwarz in der Farbmischung mehr oder weniger große, jeweils gleiche Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb ersetzen (Unterfarbenreduzierung) und so die Farbmenge im Druck reduzieren. Dies bezeichnet man als langes Schwarz.

Schwarzpunkt

Definition:
Die dunkelste neutrale Stelle einer Vorlage.

Schwellenwert

Definition:
Wird im Zusammenhang mit Strichzeichnungen verwendet. Dieser Grenzwert gibt an, welche Grauwerte vom Scanner als Weiß und welche als Schwarz gesehen werden.

Seitenglatt

Definition:
Seitenglatt ist ein Film, der nicht aus einzelnen Filmstücken, die zusammenmontiert sind, besteht, sondern eine Seite komplett darstellt.

Seitenmontage

Definition:
Die Seitenmontage bedeutete ursprünglich, dass alle Einzelelemente als Kopiervorlage (Film oder Papier) vorhanden sind und manuell zusammengefügt werden. Heute oft auch angewandt für im Rechner zusammengefügte Elemente (Vorstufe zur Bogenmontage).

Seitenrichtiger Film

Definition:
Bei einem seitenrichtigen Film ist die Schrift auf der Schichtseite des Films lesbar.

Seitenverkehrter Film

Definition:
Bei einem seitenverkehrten Film ist die Schrift auf der Schichtseite des Films spiegelverkehrt.

Serife

Definition:
Eine Serife ist ein kleiner Endstrich am Ende der Striche von Buchstaben. Dieses Gestaltungsmerkmal ist typisch für die so genannten Antiqua-Schriften, die sich auf das antike Rom zurückführen lassen. Serifen kommen dem Wahrnehmungsmechanismus des menschlichen Auges entgegen und fördern dadurch die Lesbarkeit von Schriften.

Serifenbetonte Linear-Antiqua

Definition:
Die serifenbetonte Linear-Antiqua entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in England. Man bezeichnet diese fünfte Gruppe der Schriftklassifikation nach DIN 16518 im englischsprachigen Raum oft als Clarendon, ansonsten auch als Egyptienne-Schriften. Gleiche Strichstärken – einschließlich der Ansätze und Serifen – kennzeichnen diese Schriften. Sie erlebten ab den 1920er Jahren ein Revival.

Serifenlose Linear-Antiqua

Definition:
Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstandenen Schriften dieser Gruppe werden auch Grotesk-Schriften oder Endstrichlose genannt. Die Schriften weisen als besonderes Merkmal neben einer mehr oder weniger gleichmäßigen (linearen) Strichstärke den Verzicht auf Serifen und An- und Abstriche bei den Gemeinen auf. Zu den bekannten Grotesk-Schriften zählen Arial, Futura, Frutiger, Gill Sans, Helvetica, Optima und Univers.

Softproof

Definition:
Im Gegensatz zu einem Hardproof dient ein Softproof zur Simulation eines Druckergebnisses ohne materielle Hilfsmittel, das heißt als Bild auf einem Computer- Bildschirm. Ein aussagekräftiges Softproof setzt die sichere Beherrschung des Prozesses der elektronischen Bildverarbeitung durch Color-Management vom Eingabegerät bis zur Druckmaschine sowie definierte Lichtverhältnisse am Aufstellungsort des Bildschirms voraus. Unter solchen Umständen verspricht das Verfahren Rationalisierungspotenziale im Prozessablauf der Druckvorstufe.

Spationieren

Definition:
Mit Spationieren bezeichnet man in der Typografie die Veränderung des Buchstabenabstands innerhalb von Wörtern. Dies kann aus gestalterischen Gründen in Überschriften oder grafisch gestalteten Texten oder zur Hervorhebung von Wörtern im laufenden Text erfolgen (in diesem Fall auch Sperren genannt). Das Spationieren als Mittel zum Randausgleich in schmalen Textbereichen (etwa im Formsatz) gilt nach den Regeln der Typografie als unschön.

Sperren

Definition:
In der Typografie bezeichnet man mit Sperren das Vergrößern der Buchstabenzwischenräume einzelner Worte zur Hervorhebung aus dem übrigen Text.

Stanzkontur

Definition:
Eine Stanzkontur ist die Schnitt- bzw. Stanzlinie, nach der ein Druckprodukt aus dem Material ausgestanzt wird. Sie bestimmt die Form des Endprodukts. In der Druckvorstufe wird sie als Outline (Vektorgrafik) in Sonderfarbe angelegt. Wichtig ist, dass diese Sonderfarbe „überdrucken" muss, da sonst die Stanzkontur beim Druck als weiße Linie sichtbar wird.

Steg

Definition:
In der Gestaltung einer gedruckten Seite heißen die freien Streifen zwischen dem Satzspiegel und den Seitenrändern Stege. Nach der Lage auf der Seite unterscheidet man den Kopf-, den Fuß, den Seiten- und den Bundsteg. Bei der Bemessung der Stegbreiten werden in der Typographie oft Verhältniszahlen verwendet. Der Bundsteg erhält dabei den Wert 2 und die anderen Stegbreiten in der Reihenfolge Kopf – Seite – Fuß dazu in Relation gesetzte Werte. Man gibt dann für die Stegbreiten nur ihr Verhältnis zueinander an, beispielsweise „2 : 3 : 3 : 4".

Strich-Vorlagen

Definition:
Strich-Vorlagen sind alle Vorlagen, die nur aus einer Farbe, meistens Schwarz bestehen und in der keine Halbtöne vorkommen, wie Tusche-Zeichnungen, fertig gerasterte Vorlagen usw.

Strichvorlage

Definition:
Ein- oder mehrfarbige Vorlagen, bei denen jede Farbe in einem einzigen Tonwert vorliegt, nennt man Strichvorlagen. In der Regel handelt es sich bei Strichvorlagen um Schwarzweiß-Abbildungen, zum Beispiel Zeichnungen.

Subtraktive Farbmischung

Definition:
Bei der subtraktiven Farbmischung entsteht der Farbeindruck dadurch, dass einzelne Frequenzbereiche, das heißt Farben, aus dem gesamten Spektrum des sichtbaren Lichts herausgefiltert werden. Bei Farbdrucken geschieht dies durch Übereinanderdrucken der verwendeten Druckfarben – in der Regel die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, mit denen sich alle Farbtöne des zugehörigen Farbraums in dieser Weise erzeugen lassen.

SWOP

Definition:
Das Akronym SWOP bedeutet „Specifications for Web Offset Publications" (Englisch „Spezifikationen für Rollenoffset-Publikationen"). Dahinter verbergen sich Regeln und Empfehlungen für den Austausch von Druckdaten, die von einer Firma gleichen Namens mit Sitz in Marblehead im US-Bundesstaat Massachusetts seit 1966 herausgegeben werden. Ziel der Publikation ist es, technische Voraussetzungen für die Publikation von Anzeigen in gleich bleibender Qualität in Rollenoffset-Produkten zu schaffen. Zu den Parametern, für die SWOP Standardwerte definiert, zählen Rasterwinkel, Werte für Farbton und -dichte, Überfüllung, Punktzuwachs und Graubalance. Neben den Spezifikationen liefert SWOP auch Hilfsmittel zur analogen und digitalen Kalibrierung von Ausgabegeräten der Druckvorstufe und Druckmaschinen sowie eine Farbtabelle.

TeX

Definition:
TeX („Tech" ausgesprochen, da es sich um die griechischen Buchstaben Tau, Epsilon und Chi handelt), ist ein Satzprogramm, das der US-amerikanische Computerwissenschaftler Donald E. Knuth Ende der siebziger Jahre speziell für naturwissenschaftliche Texte entwickelte. Anders als heute übliche Layout-Software wie QuarkXpress oder InDesign arbeitet TeX nicht mit einer grafischen Bedienung, sondern verarbeitet mit Formatierungsanweisungen versehene Texte. Die für viele Computertypen verfügbare Software verwendet eigene Schriften, die man mit dem Programm Metafont entwirft, und liefert als Ausgabe geräteunabhängige Dateien, die für den praktischen Einsatz beispielsweise in Postscript konvertiert werden müssen. TeX ist kostenlos, und mittlerweile gibt es eine große Zahl größtenteils ebenfalls kostenloser Zusatzprogramme.

Textur

Definition:
Textur ist die gängige Bezeichnung für eine im Spätmittelalter um 1450 verwendete gotische Schrift, die Johannes Gutenberg als Vorlage für die Schrift diente, die er für seine Erfindung des Buchdrucks verwendete. Der Name stellt auf das Erscheinungsbild der Texte in dieser Schrift ab, die wie ein grobes Gewebe wirken. Kennzeichnend für die Textur sind Brechung der Linien, steile Federführung und verstärkte Strichendungen.

Thumbnail

Definition:
Eine daumennagelgroße (engl. thumbnail = Daumennagel) Voransicht eines Bildes oder einer Grafik.

TIFF

Definition:
TIFF (Tag Image File Format) ist ein vielverwendetes Dateiformat für Bilder, das 1986 von einer Gremium der Computerindustrie definiert wurde. Es handelt sich um ein so genanntes Rasterformat, das für jeden Bildpunkt Information über seine Helligkeit und seinen Farbton enthält. Das TIFF-Format unterstützt verschiedene Farbigkeiten von Schwarzweiß bis zur vollen Farbe in RGB-Darstellungen. TIFF-Dateien können nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein.

Times New Roman

Definition:
Die Times New Roman ist die bisher erfolgreichste Schrift aller Zeiten und jedem Computeranwender vertraut. Ihre Geschichte ist untrennbar mit Stanley Morison (1889 – 1966) verbunden. Morison war ab 1923 Berater bei Lanston Monotype Corporation Ltd. in London und betreute die Herstellung einiger Schriftfamilien. Zusätzlich wurde er 1929 Berater der Times, über dessen schlechten Druck er sich abfällig geäußert hatte. Am 3. Oktober 1932 erschien die Zeitung mit der neuen Schrift Times New Roman, die in einer Zusammenarbeit mit einem Grafiker des Zeitungsverlags entstanden war. Für die endgültige Version wurden mehr Stahlstempel zweimal geschnitten als für irgendeine andere Schrift vorher: 1065. Allerdings bedurfte jede Größe eines eigenen Schnitts. Die Gesamtzahl der Stempel gab Morison mit 14 650 an. Es gab sie auf allen Satzsystemen und für den Handsatz. Schnelle Verbreitung fand die Times New Roman danach vor allem in den USA.

Tonwert

Definition:
Der Tonwert einer Bildfläche ist das Maß für seinen optischen Eindruck, ausgedrückt als Prozentwert. Bei gerasterten Flächen ist dies das Flächenverhältnis der Rasterpunkte zur Gesamtfläche. Demnach entspricht der Tonwert von 0 Prozent der unbedruckten Fläche und von 100 Prozent dem Vollton.

Tonwertsumme

Definition:
Bei der Tonwertsumme handelt es sich um die Summe aller Farbwerte an einer einzelnen Stelle eines Drucks. In den Mediaunterlagen von Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen finden sich für die Anzeigenkunden oft Hinweise auf eine maximale Tonwertsumme, die dem maximal zulässigen Farbauftrag entspricht. Bei einem stärkeren Auftrag kann die Farbe oft nicht mehr richtig trocknen. Wenn man zum Beispiel im CMYK-Farbraum ein Blau aus 90 % Cyan, 60 % Magenta, 30 % Yellow und 30 % Schwarz mischt, ergibt das eine Tonwertsumme von 220 %. Übliche maximale Tonwertsummen sind bei Bogenoffset etwa 350 %, bei Rollenoffset etwa 300 %, beim Zeitungsdruck etwa 240 % und beim Siebdruck bis zu 400 %.

Tonwertumfang

Definition:
Bei Farbbildern die vier Bereiche von der geringsten bis zur maximalen Dichte der vier Farbauszüge. Bei Schwarzweißbildern der Bereich von Papierweiß bis maximaler Schwarzauftrag. Die Stufen dazwischen werden Tonwerte genannt.

Topographie

Definition:
Mit Topographie (griech. topos – Ort, graphein – schreiben) bezeichnet man die Beschreibung von Gelände einschließlich aller darauf befindlichen natürlichen und künstlichen Strukturen – Flüsse, Pflanzenbedeckung, Straßen, Bebauung etc. – sowie insbesondere der Höhenlagen.

Trapping (Überfüllung)

Definition:
Verfahren um Blitzer zu unterdrücken. Aneinanderstoßende Farbflächen und ähnliche Elemente werden minimal vergrößert, um Passerschwierigkeiten zu vermeiden. Im Druck kann es nämlich zu minimalen Verschiebungen der Farben kommen, ohne Trapping würden sonst zwischen zwei Farbflächen weiße Ränder sichtbar.

Treiber

Definition:
Ein Hilfsprogramm, das Peripheriegeräte ansteuert („betreibt"), etwa Scanner, Drucker oder Festplatten. Für die meisten Geräteklassen gibt es vordefinierte Treiber-Schnittstellen, etwa „TWAIN" für Scanner oder „GDI" für Bitmap-Windows-Drucker.

True Colour

Definition:
Mit True Colour bezeichnet man einen Darstellungsmodus für Farben auf einem Bildschirm, bei dem für jede der drei Farben Rot, Grün und Blau der RGB-Darstellung 8 Bit und damit 256 Helligkeiten zur Verfügung stehen. Mit dieser Farbtiefe von 24 Bit lassen sich insgesamt rund 16,66 Millionen verschiedene Farbtöne darstellen.

Truetype

Definition:
Von Apple entwickelt und in den Macintosh-Rechnern sowie im Betriebssystem Windows eingesetzt, ist Truetype ein Verfahren zur Darstellung von Schrift auf Bildschirmen und anderen Ausgabegeräten. Dazu dienen in Form von Kurvenzügen größenunabhängig definierte Schriften und ein Rasterizer genanntes Programm, das die Schriftzeichen in der gewünschten Größe und passend zur Auflösung des Ausgabegeräts als Rasterbilder erzeugt. Die Kurvenzüge sind mathematisch mit Hilfe von quadratischen B-Splines definiert. Um Unzulänglichkeiten der Darstellung durch die begrenzte Auflösung des jeweiligen Ausgabegeräts auszugleichen, gibt es spezielle Hinweise (englisch „hints"). Neben Truetype gibt es mit den Type-1-Schriften ein zweites, ähnliches Verfahren. Hier dienen die aufwändigeren kubischen Bézier-Polynome zur Definition der Schriftzeichen, und es gibt weniger detaillierte Hints als bei Truetype. Type 1 ist auch Bestandteil des Postscript-Systems zur Definition der grafischen Gestaltung von Dokumenten und daher in der Druckvorstufe vorherrschend. In neuerer Zeit zeichnet sich eine Konvergenz zwischen Truetype und Type 1 ab. So unterstützt etwa das Postscript-System in der neuen Version 3 standardmäßig auch die Truetype-Technik

Trumatch

Definition:
Trumatch ist eine Palette von insgesamt 2800 Farbtönen, die sich mit dem üblichen CMYK-Farbdruckprozess erzeugen lassen. Die Farben sind nach dem Farbsystem HSB geordnet, das mit Werten für Farbton, Sättigung und Helligkeit (Englisch Hue, Saturation, Brightness) arbeitet. Dies soll es unter anderem erlauben, in einfacher Weise die Helligkeit eines Farbtons bei gleich bleibendem Tonwert zu variieren. Herausgeber des Trumatch-Systems ist eine gleichnamige Firma mit Sitz in New York. Zum Abgleich von Farben bietet sie gedruckte Farbpaletten für gestrichenes und ungestrichenes Papier an. Außerdem gibt es Hilfsprogramme, mit denen man Farbpaletten als Hilfe für Farbzuordnungen auf dem eigenen Farbdrucker ausdrucken kann.

TWAIN

Definition:
TWAIN ist eine Standard-Softwareschnittstelle, über die Scanner und digitale Kameras mit Bildverarbeitungsprogrammen auf PCs und Macintosh-Rechnern Daten austauschen können. Unterstützt und weiterentwickelt wird die TWAIN-Schnittstelle von der TWAIN Working Group, einer informellen Vereinigung von Hard- und Softwareherstellern. Der Name ist kein Akronym, vielmehr geht er auf die erste Zeile der Ballade „The Ballad of East and West" von Rudyard Kipling zurück: „…and never the twain shall meet." („…und nie werden die zwei zusammen kommen.")

Typografie

Definition:
Die Typografie ist die Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz der Schrift. Ihr Ziel ist es, Text so gut lesbar wie möglich sowie optisch ansprechend zu machen – durch Auswahl von Schriftarten, -größen und -attributen, aber auch durch die Seitengestaltung. Für Schrift auf Papier sind die Regeln der Typografie so ausgereift, dass kaum noch Verbesserungen möglich erscheinen. Für andere Medien – zum Beispiel der Bildschirm – ist dies noch nicht der Fall.

Typographisches Maßsystem

Definition:
Im Jahre 1636 von dem Pariser Schriftengießer Pierre Simon Fournier entwickeltes Maßsystem, das dazu diente, eine einheitliche Basis für die Schriftherstellung zu finden. Die kleinste typografische Maßeinheit ist der Punkt (Abkürzung: p). Die wichtigsten Größen sind (auch, wenn sie heute kaum noch Verwendung finden): 1 Konkordanz = 4 Cicero (Abkürzung: c); 1 Cicero = 12 p; 1 Petit = 8 p; 1 Nonpareille = 6 p; usw. Im Vergleich vom typografischem Maß mit dem metrischen Maß ergibt sich: 1 p = 0,366 mm; 1 mm = 2,66p; 1 Cicero=4,512 mm. 1969 hat der Bundesverband Druck beschlossen, die Maße zu runden, so dass sie immer auf 0 oder 5 enden müssen, demnach entspricht 1 p = 0,365 mm; 1 Cicero = 4,5 mm. Im Angelsächichen Raum hat sich das Point-Pica-System durchgesetzt, in dem 1 Point (Abkürzung: pt) = 0,351 mm ist. Die nächstgrößere Einheit ist das Pica, das 12 pt enthält ca. 4,23 mm; 1 Inch = 6 Pica. Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es noch den DTP-Point, der dem Point-Pica-System entstammt, aber in dem 1 pt = 0,352 mm sind. Außer bei den Schriftgrößen und dem Zeilenabstand wird das typographische Maßsystem heute nicht mehr angewendet; Positionen und Maße von Bildern usw. werden heute alle in mm angegeben.

Überdrucken

Definition:
Überdrucken meint das Bedrucken von bereits bedruckten Flächen. Schwarz sollte z. B. überdrucken, wenn es sich um feine Details handelt (Text, Linien etc.). Andere Farben sollten nur dann überdrucken, wenn die gemischte Farbe auch gewünscht ist.

Überfüllen (engl.: Trapping)

Definition:
Bedingt durch Registerungenauigkeiten beim Nebeneinanderdruck mehrerer Farben können im Mehrfarbendruck hässliche Zwischenräume (Blitzer) entstehen. Indem man benachbarte Farben leicht überlappen lässt („überfüllt"), wird dieser Effekt vermieden.

UCR

Definition:
UCR, die Abkürzung für den englischen Begriff Under Color Removal (Unterfarbenreduzierung), steht im Vierfarbdruck für den Ersatz von Anteilen der Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb, die zusammen einen Grauwert ergeben, durch einen entsprechenden Schwarzanteil. Führt man dies in der Farbseparation bis zur Grenze des Möglichen durch, ist das Ergebnis der so genannte Unbuntaufbau.

Unbuntaufbau

Definition:
Der Unbuntaufbau ist ein Verfahren zur Farbmischung bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbendruck, bei dem man sämtliche (gleichen) Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems, die im Idealfall zusammen einen Grauwert ergeben, durch entsprechende Anteile der Farbe Schwarz ersetzt. Dadurch verringert sich der Farbeinsatz deutlich, und neben Kosteneinsparungen wird auch der Druckprozess leichter beherrschbar.

Unicode

Definition:
Unicode ist ein von der „International Organization for Standardization" (ISO) genormtes Codierungssystem für Schrift (Buchstaben, Schriftzeichen). Unicode basiert im Unterschied zu ASCII nicht auf 6 beziehungsweise 8 Bit , sondern auf 16 Bit. Dadurch ist im Unicode die Codierung nicht nur der lateinischen Buchstaben und der arabischen Zahlen, sondern auch anderer Alphabete und Schriften möglich, wie Arabisch, Hebräisch, Griechisch, Kyrillisch und der sogenannten CJK-Zeichen (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch). Außerdem können mathematische und technische Sonderzeichen codiert werden.

Unterfarbenreduzierung

Definition:
Mit Unterfarbenreduzierung (Under Color Removal – UCR) variiert man den Buntaufbau von Farbsätzen für den Vierfarbendruck, indem man einen Teil des durch jeweils gleiche Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems gebildeten neutralen Farbanteils durch Schwarz ersetzt. Dadurch verringert sich der Farbeinsatz, mit entsprechenden Erleichterungen für den Druckprozess.

Unterlänge

Definition:
Der Teil eines Buchstabens, der unter der Schriftlinie liegt. Z. B. der Bogen am kleinen g.

Unterschneiden

Definition:
Von Unterschneiden (engl. „Kerning") spricht man immer dann, wenn Buchstabenabstände innerhalb eines Wortes optisch verringert werden, meist durch ein Zusammenrücken bei Buchstabenpaaren („Kerning-Paaren").

Unzial

Definition:
Mit Unzial bezeichnet man eine Versalschrift mit runden Formen und Variationen in der Strichstärke und Buchstabenhöhe, die vom 3. bis ins 9. Jahrhundert für lateinische und griechische Handschriften benutzt wurde. Die Unzial leitet sich von der für römische Inschriften verwendeten Capitalis Monumentalis ab. Der Name der Schrift geht nach überwiegender Meinung auf das lateinische Wort „uncia" für „Zwölftel" zurück, mit dem Sophronius Eusebius Hieronymus im Vorwort zum Buch Hiob aus seiner lateinischen Bibelübersetzung („Vulgata", um 395) die übergroßen Buchstaben griechischer Manuskripte als „ein Zoll breit" (= ein Zwölftel Fuß) charakterisiert. Erhalten sind heute mehr als 300 Unzial-Manuskripte, zumeist als Fragmente. Wesentliche Teile des Alten und Neuen Testaments enthalten die Unzial-Schrift verfassten Codices Alexandrinus, Vaticanus und Sinaiticus. Als Übergangsform von der Unzialschrift zur Minuskelschrift wurde seit dem 5. Jahrhundert auch die Halbunziale verwendet, die Ober- und Unterlängen kennt und bei der die Gemeinen zum Teil ausgebildet sind.

Vektorformat

Definition:
Bei dem Vektorformat werden Bilder nicht mit ihren Bildpunkten gespeichert, sondern indirekt in Form von geometrischen Formen. Gegenüber dem Pixelformat sind ein wesentlich geringerer Speicherbedarf und die Skalierbarkeit ohne Einbuße an Bildschärfe die Vorteile des Vektorformats. Es eignet sich aber nicht für Fotos etc., die Bildstrukturen enthalten.

Vektorgrafik

Definition:
Ein Vektor ist eine gerichtete Strecke. Er ist durch nur zwei Zahlenwerte (die Streckenlänge und die Richtung) vollständig bestimmt. Der große Vorteil von Vektorgrafik ist, dass diese im Vergleich zur Bitmap-Grafik sehr platzsparend und auflösungsunabhängig ist.

Versalien

Definition:
Alle Großbuchstaben also: ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZÄÖÜ. Achtung: Es gibt kein großes „ß", hier verwendet man „SS".

Versioning

Definition:
Mit dem englischen Begriff Versioning bezeichnet man die Variation von Teilen eines Druckerzeugnisses, um es durch individuelle Fassungen an unterschiedliche Bedürfnisse verschiedener Teile einer ins Auge gefassten Zielgruppe anzupassen. Dies kann durch Änderung des Gesamtinhalts oder auch durch Änderung der Vorlagen während des Drucklaufs erfolgen, wie es etwa der Digitaldruck erlaubt. Im Extrem führt das Versioning zum personalisierten Drucken, bei dem die Änderungen bei jedem Exemplar erfolgen.

Vorlagenarten

Definition:
Die für die Reproduktion vorgesehenen Bilder bezeichnet man als Vorlagen. Man unterscheidet zwischen Strich- oder Halbtonvorlagen sowie Kombinationsformen. Dabei kann es sich um einfarbige beziehungsweise mehrfarbige, um positive beziehungsweise negative sowie um Aufsichts- beziehungsweise Durchsichtsvorlagen handeln.

Weichzeichnen

Definition:
Vorgang, bei dem die Konturenschärfe eines Bildteils weicher gemacht wird. Weichzeichnen kann zum Beispiel dazu dienen, eine Vorlage zu Entrastern. Prominentester Weichzeichnungsfilter in Adobe Photoshop ist der „Gauß'sche Weichzeichner".

Werkschrift

Definition:
Werkschrift ist eine andere Bezeichnung für Brotschrift als Schrift für den normalen Mengensatz eines Druckerzeugnisses.

Workflow

Definition:
Workflow ist ein Verfahren zur computergestützten Organisation von Arbeitsabläufen, das darin besteht, Dokumente in geordneter Weise von einer Arbeitsstufe zur nächsten zu bewegen. Dies kann durch Transport der Dokumente in einem Netzwerk geschehen oder dadurch, dass sie an zentraler Stelle vorgehalten werden und die einzelnen Stufen gemäß dem Arbeitsfortschritt Zugang dazu erhalten. Workflow-Software kann die Arbeit auch überwachen und zum Beispiel bei Terminüberschreitungen Alarm auslösen.

Wysiwyg

Definition:
Abkürzung für „What you see is what you get". Sinngemäß übersetzt: Was man als Bildschirmdarstellung sieht, bekommt man ausgedruckt. Wysiwyg ist eine Funktionsweise von Computerprogrammen, die bei Desktop-Publishing-Systemen unabdingbare Voraussetzung für die Arbeit ist.

YCC

Definition:
Von Kodak eingeführter Farbraum, der vor allem bei Photo-CDs zum Einsatz kam. In der Komponente Y ist die Helligkeit kodiert, in den beiden C-Kanälen die Farbe. YCC ist eng verwandt mit CIE-Lab, mit dem Unterschied, dass in YCC weitaus mehr Informationen über die Helligkeit gespeichert werden als in CIE-Lab.

Zeichensatz

Definition:
Mit Zeichensatz bezeichnet man die Menge der Buchstaben, Ziffern und Zeichen, die ein Schrifttyp enthält oder ein Ein- oder Ausgabegerät verarbeiten kann.

Zeilenabstand

Definition:
Abstand von Schriftlinie einer Zeile zur Schriftlinie der nächsten Zeile.

Zwischenablage

Definition:
Speicherbereich (meist RAM) zum Zwischenspeichern und anschließenden Neueinfügen von Objekten zwischen zwei Dokumenten oder Programmen mit Hilfe der Funktionen Ausschneiden oder Kopieren („Cut" oder „Copy") und Einsetzen („Paste")